Umweltverbände kritisieren Schlickfalle

Die geplante Sand- und Schlickfalle vor dem Yachthafen in Wedel stößt bei Umweltverbänden auf Ablehnung. "Eine versteckte Elbvertiefung ohne jegliches Genehmigungsverfahren", kritisiert der WWF. Auch die Umweltorganisation BUND übte Kritik. Die Schlickfalle sei ein Beleg, dass das Sediment-Management in der Elbe zu einem unkalkulierbaren Geschäft werde. Der BUND fordert daher den Verzicht auf eine neue Elbvertiefung. Wie berichtet, soll eine zwei Kilometer lange und zwei Meter tiefe Senke gebaggert werden. Dort sollen sich die Schwebstoffe der Unterelbe ablagern, bevor sie den Hafen erreichen. Hintergrund: Seit 1999 haben sich die Baggermengen im Hafen fast vervierfacht. Umweltschützer machen dafür vor allem die letzte Elbvertiefung verantwortlich. Die Hamburg Port Authority nennt hingegen eine Reihe von unterschiedlichen Ursachen.