Brutale Raubüberfälle - Polizei sucht Zeugen

Das Gesicht des Opfers ist noch immer geschwollen, der Schock sitzt noch tief. Acht Tage ist es her, dass die Rentnerin Elke S. (65, Name geändert) von drei unbekannten, bewaffneten Männern vor ihrem Haus in Rahlstedt brutal überfallen, beraubt und zusammengeschlagen wurde. Nachdem die verdeckten Ermittlungen der Polizei weitgehend ergebnislos verliefen, hoffen die Ermittler nun auf Hinweise von Anwohnern oder Spaziergängern, die die bei der Tat voll maskierten Räuber gesehen haben könnten. Am 5. März, gegen 22.45 Uhr war die Rentnerin mit ihrem VW Passat nach Hause gekommen. Sie parkte den Wagen auf der Einfahrt zu ihrem Haus an der Straße Reetwischendamm, stieg aus, verschloss den Wagen. Plötzlich bauten sich drei Maskierte vor der Rentnerin auf. Als sie begann, laut um Hilfe zu rufen, prügelten die Männer auf ihr Opfer ein. Mehrfach schlugen sie ihr die Waffen ins Gesicht. Die 65-Jährige ging zu Boden. Beute der Täter: 100 Euro und ein Terminkalender. Nach dem Überall flüchteten die Täter unbehelligt. Elke S. erlitt schwere Kopfverletzungen, musste für mehrere Tage ins Krankenhaus. Die Polizei hofft jetzt auf Hinweise, vielleicht von Personen, die am 5. März gegen 22.45 Uhr am Reetwischendamm oder an der Straße Boltwischen spazieren gegangen sind, oder von Anwohnern, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sie sollten die Polizei (Tel. 428 65 67 89) anrufen. Nach einem weiteren brutalen Überfall hat die Polizei den Täter schnell gefasst: Am Dienstagabend klingelte der 26-jährige Benjamin J. an der Wohnungstür seiner Ex-Nachbarin Christiane G. am Achtern Born in Osdorf. Da die 50-Jährige den jungen Mann kannte, ließ sie ihn in die Wohnung, setzte sich danach an ihren Schreibtisch. Plötzlich schlug J. mit einem Hammer auf den Hinterkopf der Frau ein, versuchte sie immer wieder zu treffen, auch als sie schon blutend in den Hausflur flüchtete. Andere Nachbarn eilten der 50-Jährigen zu Hilfe. J. konnte zunächst flüchten, wurde dann aber zwei Stunden später in Billstedt festgenommen. Der 26-Jährige gab die Tat unumwunden zu. Auf die Frage nach einem Motiv sagte er, er sei seit Jahren "einfach frustriert". J. kam in Haft, die Mordkommission ermittelt.