Rotlichtsünder - auch ADAC fordert mehr Kontrollen

Jede zentrale Hamburger Kreuzung wird in der Hauptverkehrszeit von mindestens einem Auto bei Rot überquert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des ADAC Hansa. Vorsitzender Rolf-Peter Rocke: "An der Kreuzung zwischen Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße sowie beim Wallringtunnel fährt etwa jedes hundertste Auto über Rot." Deshalb fordert Rocke jetzt mehr Verkehrskontrollen und vorbeugende Aufklärung durch die Polizei. Kontrollen misst er allerdings größeres Gewicht bei als lediglich dem Hinweis darauf, welche Strafen über Rot fahren nach sich zieht. Für die Untersuchung hatten Videokameras zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres24 Stunden lang den Verkehr an fünf zentralen Hamburger Kreuzungen aufgezeichnet. Neben der Max-Brauer-Allee und dem Wallringtunnel wurden noch die Kreuzungen Eiffestraße/Rückersweg, Berlinertordamm/Berliner Tor sowie die Lange Reihe beobachtet. Bei diesen Kreuzungen wurden allerdings weniger Verstöße registriert. Die Daten untermauern jüngste Ergebnisse der Polizei. Am Montag hatte die Polizei bekannt gegeben, dass die Zahl der durch Rotlichtfahrer verletzten Menschen im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 633 gestiegen war (wir berichteten).