Elf Drogenbeutel geschluckt - Operation rettet Schmuggler

Eine Zollkontrolle hat einem 31-Jährigen möglicherweise das Leben gerettet. Der Mann war aus Lissabon über Mallorca nach Hamburg eingereist und fiel am Flughafen den Beamten der Überwachungsgruppe auf. Ein Drogenschnelltest bestätigte den Verdacht der Beamten: Es wurden an dem Mann, der Ermittlungen zufolge offenbar aus dem afrikanischen Guinea-Bissau stammt und bereits wegen Drogendelikten aktenkundig ist, Anhaftungen von Kokain festgestellt. Bei einer anschließenden Röntgenuntersuchung im Krankenhaus Barmbek wurden insgesamt elf Beutel, sogenannte Bodypacks, mit Rauschgift, festgestellt, die der Mann sowohl geschluckt als auch rektal eingeführt hatte. Als der 31-Jährige die Drogen auch nach Tagen, in denen er stets von Beamten bewacht wurde, nicht selbstständig ausscheiden konnte, mussten drei Bodypacks mittels einer Sonde operativ entfernt werden. Die insgesamt 220 Gramm Kokain, die er im Körper transportiert hatte, haben einen Straßenverkaufswert von rund 20 000 Euro. Der Beschuldigte ist mittlerweile in Untersuchungshaft.