Streit mit Muslima: Hamburger Diakonie geht in die Berufung

Nach einer Niederlage im Rechtsstreit um die abgelehnte Bewerbung einer türkischstämmigen Muslima vor dem Hamburger Arbeitsgericht geht das Diakonische Werk in die Berufung. Das sagte ein Sprecher des Berliner Bundesverbandes der Diakonie am Montag. Das Gericht hatte die Hamburger Diakonie im Dezember wegen eines Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsgesetz zur Zahlung von 3900 Euro an die 45-jährige Muslima verurteilt. Die Deutsche türkischer Herkunft hatte sich in Hamburg um eine Stelle für ein Integrationsprojekt beworben. Die Diakonie lehnte sie aber mit der Begründung ab, dass sie keiner christlichen Kirche angehöre.