Kita-Mitarbeiter heute im Warnstreik

Die Angestellten der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten streiken heute in der Zeit zwischen 14 und 17 Uhr. Dazu hat die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen. 22 000 Kinder in 173 Kitas sind betroffen. "In vielen Kindertagesstätten wird der Betrieb nicht möglich sein, nur Notdienste werden aufrechterhalten", glaubt Norbert Proske von Ver.di. "Ich rechne damit, dass die Mehrheit der Kita-Beschäftigten dem Aufruf folgen wird." Die Forderung der Streikenden: acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. "Bei der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen sind die Erzieher für 13 Prozent mehr Kinder zuständig als noch 2004", sagt Ulrich Wöckner, Betriebsratsvorsitzender der Vereinigung. Sabine Bauer, Sprecherin von Ver.di, sagt: "Zugleich gab es in diesem Zeitraum keine Gehaltserhöhung. Das bedeutet einen realen Lohnverlust von bis zu zehn Prozent." Wöckner und seine Kollegen gehen davon aus, dass die Eltern für den Streik Verständnis haben. Diese wüssten, was die Pädagogen jeden Tag für ihre Kinder täten. Bereits am Dienstag seien alle Eltern informiert worden. "Um die Versorgung für alle Kinder zu gewährleisten, haben sich die Häuser abgesprochen", so Thomas Ranft, einer der Bereichsleiter der Vereinigung und zuständig für 23 Kitas zwischen der Veddel, Rothenburgsort und Eidelstedt. "In meinem Bereich will sich etwa ein Drittel der Beschäftigten beteiligen. Neun Häuser schränken den Betrieb ein, zwei schließen. In allen Kindertagesstätten bleibt bis 14 Uhr Personal vor Ort, damit kein Kind vor verschlossener Tür steht und nicht weiß, wohin es gehen soll." Mit den Eltern sei abgesprochen, dass die Kinder in eingeschränkt arbeitenden oder ganz geschlossenen Kitas in benachbarten Einrichtungen untergebracht würden. So blieben die Kitas für alle verlässlich, die ihr Kind nicht zu Hause behalten könnten. Die Streikenden treffen sich um 14.30 Uhr am Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof. Sie marschieren ab 15 Uhr bis zum Sitz der Arbeitsrechtlichen Vereinigung Bei dem Neuen Krahn 2.