Finkenwerder: Frau verbrannte im Wohnwagen

Bei einem Brand in einem Wohnwagen auf dem Industriegelände am Hein-Saß-Weg kam am Sonntagabend eine 57-jährige Frau ums Leben, ihr Lebensgefährte wurde verletzt. Dem Brand soll eine Explosion vorangegangen sein. Gisela S. hatte vermutlich eine Gaskartusche falsch an die Heizung im Küchenbereich des Wagens angeschlossen. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 19.50 Uhr auf dem Industriegelände neben dem Steendiekkanal eintrafen, stand der Wohnwagen bereits in Flammen. Karl S. lag auf dem Boden davor. Er rang nach Luft. Mit 40 Mann bekämpfte die Feuerwehr den Brand, doch als nach einer halben Stunde die letzten Glutherde gelöscht waren, stand nur noch das metallene Skelett des Wohnwagens auf der brachliegenden Fläche zwischen zwei Fabrikhallen. Im Inneren lagen die Überreste von Gisela S. "Sie wollte eine Gaskartusche austauschen, und plötzlich gab es eine laute Explosion", sagte Karl S. den Ermittlern des Landeskriminalamts am Montag. Er selber habe sich gerade außerhalb des Wohnwagens aufgehalten. Sowohl er als auch seine Lebensgefährtin seien stark alkoholisiert gewesen, gab der 47-Jährige weiter an. Die Mitarbeiter eines Metallbau-Unternehmens, an dessen Südwand der Wohnwagen geparkt war, sagten, das Paar habe seit mehr als einem halben Jahr in dem Wohnwagen gelebt. Anderen Angaben zufolge soll Karl S. vorher auf dem Gelände gezeltet haben. In wieweit die Angaben des Mannes zutreffend sind, soll nun eine Sektion der Leiche von Gisela S. ergeben, die Sonntagabend ins Institut für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Eppendorf gebracht wurde. Die Brandermittler fanden Gaskartuschen und eine Gasflasche in dem ausgebrannten Wohnwagen.