20 Jahre nach Tod der Ehefrau - "lebenslänglich" für Mann gefordert

Mehr als 20 Jahre nach dem Tod seiner Ehefrau hat die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Hamburger Landgericht für einen 65-jährigen Mann eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Der Angeklagte hatte eingeräumt, seine von ihm getrennt lebende Frau im November 1986 mit einem Kissen erstickt zu haben. Ihr Tod war nach seiner Aussage aber ein Unglück. Die Tat war ans Licht gekommen, weil ein Sohn des Mannes, der Augenzeuge war, nach 20 Jahren sein Schweigen gebrochen hatte. Im Gesicht der Leiche waren zwar Spuren von Gewalt entdeckt worden. Die Ärzte hatten aber einen natürlichen Tod angenommen, weil die Frau schwer krank war.