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Kommentar

Luhukay muss bei St. Pauli sofort liefern

Jos Luhukay verlor in Kiel auch sein 15. Auswärtsspiel mit St. Pauli.

Jos Luhukay verlor in Kiel auch sein 15. Auswärtsspiel mit St. Pauli.

Foto: Witters

Der Trainer hat es sich mit etlichen mutmaßlichen Leistungsträgern verscherzt. Wie lange hält Göttlichs Nibelungentreue?

Was zeichnet ein potenziell erfolgreiches Fußballteam aus? Besonders eine funktionierende Achse, die sich durch alle Mannschaftsteile zieht. Oder, auch sehr wichtig: ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen dem Trainer und den Führungsspielern sowie zweitens zwischen der Clubführung und dem Coach.

Beim FC St. Pauli scheint nur noch der letzte Punkt zutreffend zu sein. Noch. Wie es um die öffentlich ausgesprochene Nibelungentreue von Präsident Oke Göttlich und Co. zu Jos Luhukay bestellt ist, werden wir womöglich nach den kommenden beiden Spielen wissen.

St. Paulis Fans zweifeln an Luhukay

Seit der Beförderung von Ewald Lienen zum Technischen Direktor im Sommer 2017 versucht sich mit Luhukay (nach Olaf Janßen und Markus Kauczinski) derzeit bereits der dritte Trainer am Millerntor. Und längst gibt es im Fanlager – und sicher nicht nur dort – massive Zweifel, ob der 56-Jährige der geeignete Mann ist, um für die eigentlich dringend gebotene Kontinuität zu sorgen.

Luhukay verscherzt es sich mit Leistungsträgern

Nicht nur der Punktestand St. Paulis ist äußerst unbefriedigend, vor allem ist keine Linie, keine Struktur bei Luhukays Handeln zu erkennen. Nicht nur, dass er es sich – warum auch immer – mit etlichen mutmaßlichen Leistungsträgern verscherzt hat, zuletzt war Dimitrios Diamantakos an der Reihe.

33 nach 21 Spieltagen eingesetzte Spieler sind nur ein Beleg für die Stagnation oder sogar Rückwärtsentwicklung. Eklatante Leistungsschwankungen – dem guten Auftritt gegen Stuttgart folgte eine erschreckende erste Hälfte in Kiel – sind laute Vorboten, dass das Team dem steigenden Druck nicht gewachsen sein könnte.

Nun muss Luhukay nach dem Fehlstart mit nur einem Punkt aus drei Spielen gegen Dresden unbedingt liefern. Sonst könnte ausgerechnet das Derby gegen den HSV eine Woche später zur Abschiedsvorstellung geraten.