Meinung
Zwischenruf

Minus zehn Kilo in drei Minuten – so geht's

Beim Abnehmen gibt es ein paar Tricks. Der einfachste heißt „Skinny Mirror“.

Okay, aus einem Rollmops kann man, wenn man unbedingt will, einen schmalen Hering machen. Auf das wirkliche Leben übertragen, funktioniert das nicht. Und so stehst du dann in der Umkleidekabine, zwängst dich in ein enges Beinkleid, japst beim Schließen des Knopfes verzweifelt nach Luft. Und du stellst fest, dass jede Hose im Bund viel zu knapp, unten jedoch 20 Zentimeter zu lang ist. Wenn der Verkäufer dann noch anerkennend nickt („Super, passt wie angegossen.“), hast du die Faxen dicke. Im wahrsten Sinn des Wortes.

Also in hohem Maß für dieses Thema sensibilisiert, hörst du Inas Bemerkung mit anderen Ohren. „Ich habe zehn Kilo abgenommen“, hauchte sie ergriffen, „in drei Minuten“. Grund des Glücksgefühls war ein Pausenbesuch im Sanitärbereich des Schmidts Tivoli. „Der Spiegel dort ist wunderbar“, berichtet sie. „Er macht schlank.“

Das gibt’s doch nicht! Oder doch? „Nö, alles Einbildung“, meint der Klomann später auf Nachfrage. Wirklich? Den Effekt vom Jahrmarkt kennt jeder: Ist der Spiegel speziell gewölbt, lässt er Träume Realität werden – oder umgekehrt. Ist er oben ein bisschen nach vorne gekippt, verliert sogar eine Roulade an Gewicht. Oder umgekehrt. Freundin Merle, nicht nur vom Charakter her eine Pfundsfrau, weiß mehr. Sie berichtet vom „Skinny Mirror“, einem irrsinnigen Patent aus England. Was frei übersetzt so etwas wie „dünnmachender Spiegel“ heißt, könnte die Lösung manches Problems sein. Aber nur auf den ersten Blick.