Meinung
Leserbotschafter

Stress mit dem Umzug

Haben Sie Sorgen, Probleme im Alltag? Ralf Nehmzow, der Leserbotschafter des Hamburger Abendblatts, hat ein Ohr dafür, vermittelt, hilft, engagiert sich für die Interessen der Leser. Er schildert ihre Fälle und dokumentiert dazu die Reaktionen der betroffenen Behörden, Institutionen und Unternehmen.

Kundin bekommt Teilbetrag zurück

Helga Banic, Rentnerin, 76, aus Wandsbek, schreibt: "Wir hatten Probleme mit einem Umzugsunternehmen. Die Firma hatte unseren Umzug von Uhlenhorst nach Wandsbek organisiert. Ich hatte zunächst 50 Umzugskartons bestellt, diese wurden auch rechtzeitig vor dem Umzugstermin geliefert. Ich hatte aber noch weitere 20 Kartons bestellt. Diese Kartons wurden leider erst nach mehrfachem telefonischen Anmahnen bei der Firma am Umzugstag von einem Subunternehmen gebracht. Weil diese Kartons so spät kamen, hat sich das Einpacken um Stunden verzögert, auch die Abfahrt nach Wandsbek. Als der Umzugs-Lkw am Zielort eintraf, stellte sich heraus, dass er nicht direkt am Haus parken konnte, weil die Tordurchfahrt dort für ihn zu niedrig war. Er parkte schließlich in der Tiefgarage des Gebäudekomplexes. Dadurch verzögerte sich der Umzug weiter, weil die Umzugsleute nun einen längeren Weg zur Wohnung hatten. Das Ausladen wurde erst am folgenden Tag beendet, zwei Schränke konnten auch erst am Folgetag aufgestellt werden. Ich musste insgesamt 240 Euro zusätzlich bezahlen, alles in allem insgesamt 1000 Euro. Das sehe ich nicht ein. Die ganzen Verzögerungen sind doch nicht meine Schuld, denn die Umzugsfirma hätte das vorher besser organisieren müssen."

Der Chef der Umzugsfirma nimmt Stellung zu dem Fall: "Wir haben der Kundin schon im Vorfeld ein besonders günstiges Angebot gemacht, einen Festpreis für den Umzug. Wir haben so gut wie keinen Ärger mit unseren Kunden, insofern bedauere ich, dass Frau Banic in diesem Einzelfall mit uns unzufrieden war. Ich hatte mich damals vor dem Umzug mit ihr vorab über die Details unterhalten, sie hat uns leider nicht genügend auf die besondere Parksituation am Zielort hingewiesen, möglicherweise lag es an der gegenseitigen mangelnden Verständigung bei einzelnen Punkten. Wir haben intensiv versucht, die Umstände mit unserem damals tätigen Subunternehmen zu klären, leider hat dies nicht zufriedenstellend mit uns kooperiert und uns offene Fragen nicht beantwortet. Inzwischen haben wir uns von ihm getrennt. In Betracht der insgesamt unglücklichen Umstände in diesem Einzelfall sind wir aus Kulanz bereit, der Kundin 100 Euro zu erstatten."

So erreichen Sie den Leserbotschafter: Schicken Sie bitte Ihre Alltagsärger-Fälle, kurz skizziert, mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail an: Leserbotschafter@Abendblatt.de oder an: Leserbotschafter Ralf Nehmzow, Chefredaktion Hamburger Abendblatt, Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg.