Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Unsympathisch

Zum Kommentar "Politischer Offenbarungseid"

Der Senat hat womöglich bei den Kita-Gebühren getrickst.

Hamburger Abendblatt 16. Juli

Zum Thema Kita-Gebühren ist Ihnen ein sehr guter Kommentar gelungen. Ergänzend kann man hinzufügen, dass die Einsparungen, die hier auf die Familien abgewälzt werden, in Zukunft als Ausgaben wieder auftauchen werden. Mangelnde Sozialisation unserer Jüngsten führt zielsicher zu einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in der Zukunft und höheren Ausgaben bei den Folgen zunehmender Jugendgewalt. Ich liebe meine Heimatstadt, kann aber die geradezu ablehnende Haltung gegenüber Eltern und Kindern nicht nachvollziehen. Das ist nicht weltoffen, das ist einfach unsympathisch.

Christiane Dornecker, per E-Mai

Muss bleiben

"Westerwelle verärgert die Union"

Der Außenminister will möglichst schnell die Wehrpflicht abschaffen.

Hamburger Abendblatt 15. Juli

Eine Wehrgerechtigkeit hat es noch nie gegeben und wird es auch nie geben. Man sieht keine jungen Frauen als Wehrpflichtige oder besser für diese Zeit als Zivildienstleistende, was allen guttun würde - dem Land, den Alten und auch den jungen Mädchen als Erfahrungsschatz. Hier wird die Gleichberechtigung gern vergessen. Außerdem wird die Bundeswehr in der Bevölkerung durch Wehrpflichtige, deren Familien und Freunde eher akzeptiert. Deshalb muss die Wehrpflicht bleiben.

Wolfgang Westensee, per E-Mail

Heizungen an

"Bahn gibt dem Klimawechsel

die Schuld"

Erklärungsversuche zum Ausfall der Klimaanlagen in den ICE-Zügen.

Hamburger Abendblatt 16. Juli

Einfach genial: Die Deutsche Bahn will die unzureichenden Klimaanlagen auf Warm stellen, weil damit immer noch ein Kühlungseffekt gegenüber 40 bis 50 Grad Hitze ohne Klimaanlageneinsatz erzielt werden könne. Wir machen es zu Hause jetzt genau so: Wenn es zu heiß wird, Heizungen an, Wärmflaschen füllen und Heizdecken auslegen!

Martin Lagoda, per E-Mail

Nützt nur wenigen

"Post startet sicheren Internetbrief"

Die elektronische Variante soll wie ein normaler Brief ebenfalls 55 Cent kosten.

Hamburger Abendblatt 15. Juli

Mit erheblichem Medien-Getöse bewirbt die Deutsche Post ihren neuen Service, den E-Postbrief. Versucht man, sich die Adresse unter www.epost.de zu sichern, so funktioniert das nur bei Privatpersonen, die ein Handy haben. Alle, die kein Mobiltelefon besitzen oder nicht bereit sind, ihre Mobilfunk-Nummer zu hinterlassen, werden ausgeschlossen. Nur wenige haben einen Nutzen, und der Steuerzahler muss das Stückwerk über den verminderten Dividendenertrag des Bundes mitbezahlen.

Bernhard Murra, per E-Mail

Auf dem Sprung

"Berliner Prinz mit Pfefferminz"

Marius Müller-Westernhagen hat Hamburg verlassen.

Hamburger Abendblatt 15. Juli

Goodbye, Mr. Westernhagen. Wenn Sie im stickigen Berlin-Mitte nach Luft japsen und bei anhaltendem Lärm nicht einschlafen können, wird es Ihnen vermutlich so gehen wie John Lennon, der im Dakota Building aus dem Fenster den auslaufenden Schiffen nachschaute und davon träumte, nach Liverpool zu fahren. Aber vermutlich sind Sie nur in Berlin gemeldet, sozusagen auf dem Sprung, und pendeln zwischen Mailand, Paris, London und New York. Hamburg wird's verkraften.

Wolfgang Siemens, per E-Mail

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