Themen: Zwei Köhlbrandbrücken +++ Eine Batteriefabrik verändert die Westküste +++ Rekordverdächtig: Beschwerden über Post

Das hat mehrere Vorteile

26. Januar: „Zwei Köhlbrandbrücken – die Idee findet weitere Befürworter. Gunther Bonz löst mit Vorschlag im Abendblatt großes Echo aus. Zustimmung bekommt er auch von unerwarteter Seite“

Die von Herrn Gunther Bonz vorgeschlagene zweite Köhlbrandbrücke hat wohl mehrere Vorteile. Zum einen kann so das Hamburger Wahrzeichen erhalten bleiben. Zum anderen kann die B3-Köhlbrandbrücke tatsächlich zur Hafenautobahn A26 mit Anschluss an der Veddel an die A255 und A1 ausgebaut werden. Damit wäre die unsägliche Planung der A26-Ost durch Moorburg und Wilhelmsburg mit der damit verbundenen Naturzerstörung vom Tisch. Noch ist es nicht zu spät, denn es gibt ja noch keine gültige Planfeststellung und auch die gesetzeswidrige Unterteilung der A26-Ost in drei Bauabschnitte braucht nicht durch Gerichtsbeschluss gestoppt zu werden. Hoffentlich wird der Hamburger Senat nun wirklich zum Nachdenken gezwungen, auch im Hinblick auf die Nutzung der Hohen Schaar für die Wasserstoffversorgung im Hamburger Hafen.

Henry Wiencken, Wilhelmsburg

Geht es nicht noch billiger?

Die Argumente von Herrn Bonz zum Erhalt der beliebten Köhlbrandbrücke sind vernünftig und gut nachzuvollziehen. Aber geht es nicht noch viel billiger? Ja, wenn die zweite Brücke (nur für Lkw’s) nicht als Hochbrücke gebaut wird, sondern als niedrige Klappbrücke. Die relativ seltenen Brückenöffnungszeiten für die großen Schiffe sind ein kleines Problem, welches durch die Ersparnis bei weitem aufgewogen wird.

Karl Willems

Es ist beschämend

26. Januar: „„Der Kanzler muss jemand sein, der ganz klar führt“. FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai über den Umgang mit der AfD, Baustellen aus der Merkel-Ära und den Iran“

Es ist beschämend, wie heute immer wieder führende Politiker und auch ihre Sekretäre ihre eigenen Handlungsfehler und Misserfolge mit hinterlassenen Baustellen unserer vorigen Bundeskanzlerin erklären und auf ihr „Aussitzen der Dinge“ zurückführen. Frau Bundeskanzlerin Merkel hat mit kluger und umsichtiger Politik unserem Land ein hohes Ansehen in der Welt und einen gediegenen Wohlstand der Bürger verschafft. Diese Attribute und Erfolge hat leider diese unfähige Ampelkoalition in kürzester Zeit verspielt. Auch den hohen moralischen Anspruch der Merkel-Politik lassen sie vermissen und ersetzen ihn durch unsägliches Säbelrasseln, ja Kriegsgeschrei. Technische Fehler, wie sie bei der Flüchtlingsaufnahme geschehen sind, hat auch die Ampel in ihrer Nachfolge nicht ausgeglichen.

Dr. med. Klaus Pauly

Später wird Ausmaß spürbar

24. Januar: „Eine Batteriefabrik verändert die Westküste. Nachdem auch die letzte Gemeinde zugestimmt hat, ist klar: Northvolt baut sein Werk in Dithmarschen“

„Kräht der Hahn auf dem Mist, bleibt in Dithmarschen nichts mehr wie es ist.“ Statt fruchtbarer Ackerboden für die Landwirtschaft soll dort eine Batteriefabrik für E-Autos des schwedischen Herstellers Northvolt entstehen. Die vollmundigen Ankündigungen sind zunächst vielversprechend. Erst später wird das Ausmaß der Fabrik und die Folgen spürbar. Für 3000 neue Arbeitsplätze muss auch die gesamte Infrastruktur erweitert werden. Die Architekten wissen genau, was noch alles fehlt. Da kommen noch einige Veränderungen auf die idyllische Gemeinde zu. Selbst die Entsorgung von Batterieabfällen z.B Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit werden problematisch. China ist zurzeit der Hauptimporteur für diese Rohstoffe. Gerade die Grünen legten bisher immer großen Wert auf Ökologie und Biosphäre. Der Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) war vorher Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und kennt Land und Leute besser als alle anderen. Seinerzeit hätte er wohl kaum die Worte „Wohlstand und Sicherheit“ für den Bau einer Batteriefabrik in Dithmarschen ausgesprochen. Das beste am Norden sind immer noch die Menschen und das platte Land. Schleswig-Holstein meerumschlungen...

Rita Humpke

Brief erst nach vier Wochen da

25. Januar: „Rekordverdächtig: Beschwerden über Post und Pakete. Exklusive Zahlen zeigen nun, wie sehr sich Kunden über die Post ärgern“

Wir haben in der letzten Woche an mehreren Tagen sehr viele Briefe erhalten, die aber teilweise schon drei Wochen vorher abgeschickt wurden. Darunter war auch (beruflich bedingte) Post von Gerichten. Einige Gerichte verschicken zumindest einen Teil ihrer Post über ein privates Logistikunternehmen, welches aber nur einen kleinen Aktionsradius hat. Soll die Post in ein Gebiet mit größerer Entfernung geschickt werden, gibt es die Briefe an ein anderes Unternehmen weiter, wobei unklar ist, an welches. Dadurch erhalten wir Briefe von denen oft erst vier Wochen nach Absendung. Dies spiegelt wider, was die Regierung im Zusammenhang mit der Deutschen Post offenbar nicht mitbekommt. Es wird dies nämlich nicht bedacht: Wenn die Empfänger einen Briefkasten haben, in den von außen Post eingeworfen werden kann, ist es egal, ob die Briefe von der Deutschen Post oder einem Privatunternehmen ausgeliefert werden. Aber bei sehr vielen Häusern ist dies nicht möglich. In solchen Fällen bekommt der Zusteller der Deutschen Post von der Hausverwaltung einen Schlüssel. Private Zusteller haben dies nicht, sofern sie nicht bei dem entsprechenden Vermieter oder dessen Hausverwaltung einen Schlüssel beantragen. Bei uns klingeln oft Zusteller, um Pakete für andere abzugeben. Gerade ältere Menschen haben Angst vor Verbrechern, die so tun als ob sie von der Post, der Polizei und mehr kommen würden, sie aber nur ausrauben wollen. Deswegen reagieren wir auf das erste Klingeln meistens nur, wenn wir tatsächlich etwas erwarten. Falls also Empfängern tatsächlich ein Brief übergeben werden soll, sollte die zustellende Person nach einer angemessenen (nicht hektischen) Wartezeit ein zweites Mal klingeln. Wenn jedoch immer noch keiner erreichbar ist, wird der Brief (unklar ob sofort oder erst nach einem zweiten Versuch) der Deutschen Post übergeben. Dadurch verzögert sich die Zustellung sehr. Es wird dabei ebenfalls nicht beachtet, dass Fristen jeglicher Art (Rechnungen, Mahnungen und mehr) verstreichen, ohne dass die Empfänger daran schuld sind. Meiner Meinung nach sollten deswegen öffentliche Stellen jeglicher Art verpflichtet werden, als Zusteller die Deutsche Post statt aus Kostengründen private Logistikunternehmen zu nutzen. Außerdem sollte die Deutsche Post Zustellern kleinere Gebiete zuteilen. Ist eine Person von denen krank oder im Urlaub, sollte nicht eine einzige Person deren Bereich zusätzlich abarbeiten müssen. Dabei wird nämlich das Gebiet vernachlässigt (und dort die Werbepost priorisiert), das zeitweise keinen Zusteller hat.

Annegret Krol

Wählengehen ein Muss

23. Januar: „Alternativen zum AfD-Verbot. Rechtliche Hürden sind hoch. Doch gäbe es andere Möglichkeiten, Höcke und Co. zu treffen“

In den Medien und auch in Ihrer Zeitung wird lang und breit über Verbotsmechanismen für die AfD diskutiert und spekuliert. Mir fehlt eigentlich in den allen Medien der immer wieder zu wiederholende Hinweis, dass „Wählengehen“ ein Muss für alle Bürger sein sollte. Die Auswirkungen einer hohen Wahlbeteiligung wäre auch jetzt schon ein wichtiges Thema in allen Medien. Dies wird auch nie in den berühmt-berüchtigten Umfragen thematisiert. Meiner Meinung nach hat eine hohe Wahlbeteiligung bis jetzt immer die demokratischen Parteien gestärkt. Und eine fundierte Untersuchung hierzu wäre doch sehr wichtig.

Sybille Thimm

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