Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 1. September 2022

| Lesedauer: 5 Minuten

Gemeinsame Zeit mit Freunden

31. August: „,Elterntaxis sind der falsche Weg‘. Appellen von Schulen, Kitas und Behörden zum Trotz werden viele Kinder mit dem Auto gebracht“

Ich kann die Problematik nur bestätigen. Wenn ich morgens durch den Hemmingstedter Weg an der International School of Hamburg vorbeifahre, kommt es regelmäßig zum Stau durch Elterntaxis. Nun mag gerade diese Schule nicht repräsentativ für dieses Problem sein, da sicher viele Schüler aus weiter entfernten Stadtteilen kommen. Aber trotzdem: Auch hier könnten bestimmt eine Menge Schüler zu Fuß oder mit dem Rad kommen. Als ich 1969 eingeschult wurde, waren Elterntaxis die große Ausnahme. Bei Wind und Wetter mussten wir uns ohne helikopterelterliche Hilfe zu unserer Ausbildungsstätte durchschlagen. Wir hätten es auch gar nicht anders gewollt. Erstens wäre es peinlich gewesen, und zweitens war der Schulweg immer eine tolle kommunikative Zeit. Morgens wurde berichtet, was tags zuvor passiert war und nachmittags wurde sich auf dem Heimweg zum Kicken verabredet. Oder man gab sich im Winter der einen oder anderen Schneeballschlacht hin. Die heutigen Schüler wissen gar nicht mehr, was ihnen alles auf dem Schulweg entgehen kann.

Malte Gumpricht, Hamburg

Viel Strom für Computerspiele

31. August: „Hamburg schaltet Alsterfontäne bereits morgen ab“

Sehr vernünftig, dass die Alsterfontäne zwei Monate eher abgeschaltet wird und damit 70.000 Kilowattstunden Strom gespart werden. Hat mal jemand ausgerechnet, wie viel Strom die Gamer in Deutschland verbrauchen, wenn nur jeder drei Stunden täglich an seinem Computer spielt? Diese Spiele verbrauchen Unmengen an Strom. Die Gamescom 2022 wurde auf allen Kanälen beworben, um noch mehr Kunden für aufwendige Spiele zu gewinnen. Passt das in die jetzige Zeit?

Karin Lesser, Hamburg-Rissen

Kindliche Begeisterung

30. August: „Friedensnobelpreis für Winnetou. Die ideologische Woke-Zensur erreicht ihren Höhepunkt aus Arroganz und Dummheit“

Peter Schmachthagen hat das „Problem“ in seinem Artikel brillant auf den Punkt gebracht. Dass einige Menschen so viel Dummheit und Arroganz besitzen, mit „Winnetou“ die überwiegende Mehrheit ins Abseits zu stellen, ist unglaublich. Und das macht der Ravensburger Verlag auch noch mit. Ich jedenfalls hatte vor vielen Jahren „Winnetou“ von meinem Opa geschenkt bekommen und war danach von Karl May nicht mehr losgekommen. Ich denke, das Lesen seiner Bücher hat meiner „Weltanschauung“ nicht geschadet. Diese Begeisterung habe ich an meinen Enkel Luca (21) weitergegeben, der auch fassungslos ist über diese unglaubliche Wertung seiner damals kindlichen Begeisterung.

Wolf Brake

Niedrigschwellig und nahbar

29. August: „Ein etwas anderes Finale in der Handball-Arena. Der Abschluss des Schleswig-Holstein Musik Festivals war eine konzertante Aufführung von ,Porgy and Bess‘ mit dem NDR-Orchester in Kiel“

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Ihr Autor trotz seiner Flensburger Herkunft das Grundprinzip des Schleswig-Holstein Musik Festivals auch nach 36 Jahren nicht versteht: Unser Festival ist niedrigschwellig, nahbar und unterbreitet den Menschen in unterschiedlichen Regionen auch fernab der Metropolen kulturelle Angebote. Wer Luzern uneingeschränkt lobt und die gleiche Produktion beim Schleswig-Holstein Musik Festival scharf kritisiert, blendet aus, dass wir über 3000 Menschen den Zugang zu einem Meisterwerk verschafften – während Luzern mit Ticketpreisen von bis zu 240 Schweizer Franken noch immer eine Elitenkultur pflegt. Dieser widersetzt sich das SHMF seit jeher.

Dr. Christian Kuhnt, Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals

Meerwasser entsalzen

31. August: „Anstieg des Meeresspiegels unvermeidlich“

Seit Jahrzehnten wird über eine globale Erderwärmung gesprochen, das die Weltmeere ansteigen und andere Länder überschwemmen und sogar verschwinden lassen. Mein Vorschlag: Das Meerwasser zu entsalzen und mit einem Bewässerungssystem die Landwirtschaft zu bewässern. Dies wird bereits seit Jahren in Israel praktiziert. Damit wird in ganz Europa die Landwirtschaft erheblich unterstützt. Mir ist bis heute nicht klar, weshalb die Politiker dieses Thema noch nicht aufgegriffen haben.

Maren Biesterfeld, Hamburg

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