Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 10. August 2019

Finanzausgleich für Regenwald

9. August: Weltklimarat: Wir müssen handeln. Sofort!

Täglich liest man wie wichtig es ist, den Regenwald für das Klima zu erhalten und die brasilianische Regierung aufzufordern, der weiteren Abholzung Einhalt zu gebieten. Doch kann man es der Regierung verdenken, dass sie jetzt auch Gewinne machen wollen? Es wäre sicher sinnvoll, wenn wir der Regierung Geld anbieten, dafür das der Regenwald bestehen bleibt. Wir können nicht immer nur unsere Interessen durchsetzen und Brasilien soll vernünftig sein. Der finanzielle Ausgleich muss lukrativer als die Abholzung sein.

Elvira Kleinschmidt

Versuchen Sie es später ...

8. August: Kolumne: Mein Leben in den Wilden Zwanzigern: Willkommen in der Hotline-Hölle

Die von Annabell Behrmann geschilderte Servicequalität trifft leider nicht nur auf die Telekommunikationsbranche zu. Vor einigen Tagen wurde in unserer Straße für ca. zwei Stunden das Wasser abgestellt, mit der Folge, dass danach der Druck extrem niedrig war. Als am nächsten Tag keine Besserung eintrat, rief ich die Servicenummer von „Hamburg Wasser“ an. Zunächst erklärte ich der Computerstimme, dass es sich um ein Trinkwasser- und nicht um ein Abwasserproblem handelt. Danach wurden mir alle aktuellen Wasserrohrbrüche geschildert, mit dem Hinweis – falls ich zu den Betroffenen gehören sollte – mich an die jeweilige Hausverwaltung zu wenden. Wenn das nicht zutreffen sollte, möge ich doch bitte „weiter“ sagen, was ich auch tat. Nach einer kurzen Pause folgte eine Ansage in englisch (!) die sinngemäß lautete, man könne meinen Anruf nicht entgegennehmen und ich möge es später wieder versuchen. Anschließend kam das Besetztzeichen.

Peter Helweg

Engagement unterstützen

8. August: Lebensmittelspenden: Mehr Druck auf Händler. SPD-Senatorin will Supermärkte verpflichten, noch genießbare Waren an Hilfsorganisationen abzugeben

Frau Prüfer-Storcks macht es sich sehr einfach, wenn sie meint es genüge seitens der Politik, dass Supermärkte verpflichtet werden, noch verwertbare Lebensmittel an Hilfsorganisationen wie die „Hamburger Tafel“ abzugeben. Die Verteilung von genießbaren Lebensmitteln ist eine gesamtgesellschaftlich wichtige Aufgabe, die jedoch zur Zeit ausschließlich von Ehrenamtlichen – ohne Förderung durch die Stadt – durchgeführt wird. Es ist daher höchste Zeit, dass dieses große ehrenamtliche Engagement von der Politik nicht nur durch warme Worte, sondern auch finanziell, z.B. durch Übernahme von Miet- oder Benzinkosten unterstützt wird.

Beate Hille

Schwierig bei Hausbesuchen

8. August: Kommentar: Fahr Rad! Und alles wird gut und Grüne wollen Vorfahrt für Radfahrer in der City, Eppendorf und Ottensen. Das Ziel: Anteil des Autoverkehrs auf 20 Prozent senken. Was die Öko-Partei sonst noch nach der Wahl 2020 plant

Als Logopädin mache ich seit zwanzig Jahren vom Stadtrand aus täglich mit großem Engagement im gesamten Stadtgebiet logopädische Hausbesuche bei Schlaganfallpatienten, die aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität nicht in der Lage sind, eine Praxis aufzusuchen. Aufgrund der weiten Wege, der engen zeitlichen Taktung der Termine und des zu transportierenden Therapiematerials sind diese Hausbesuche weder mit dem Fahrrad noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführbar. Seit Jahren verschlechtern sich politisch gewollt die Bedingungen für Hamburger Autofahrer. Immer mehr Baustellen, immer mehr Staus, immer weniger Parkplätze führen zu immer längeren Fahrzeiten, so dass der zu betreibende Aufwand nicht nur immer mehr Zeit und Nerven kostet, sondern sich auch finanziell fast nicht mehr rechnet. Schon jetzt ist es schwierig, überhaupt noch Therapeuten für Hausbesuche (dies gilt insbesondere auch für Physio- und Ergotherapie) zu finden; auch ich arbeite mittlerweile zu 50 Prozent berufsfremd. Macht die Stadt gerne autofrei: Ich aber werde dann meinen Beruf endgültig aufgeben.

Jutta Sembritzki

Verbesserung war überfällig

8. August: Mehr Geld für Hamburgs Kitas. 121 Millionen Euro vom Bund sollen helfen, die Personalausstattung zu verbessern. Geplant war das ohnehin

Es war überfällig, die problematische Personalsituation in den Kitas durch einen besseren Personalschlüssel zu verbessern. Allerdings ist die gute Qualität in Kitas auch dem großen Engagement der Fachschulen, die Erzieherinnen ausbilden zu verdanken. 27 Jahre war ich dort Lehrerin. Oft gingen Schulabgänger mit guten hohen pädagogischen Ansprüchen in die Einrichtungen. Durch schlechte Arbeitsbedingungen konnten sie die Ansprüche und Bildungsangebote oft nicht umsetzen.

Regina Grabbet

Treffender Konzertbericht

9. August: US-Jazzmusiker Charles Lloyd überrascht im Großen Saal

Vielen Dank für den treffenden und sprachlich so differenzierten Konzertbericht über Charles Lloyd & Kindred Spirits in der Elbphilharmonie.

Angelika Schalk