Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 23. Oktober 2013

Richtige Entscheidung

22. Oktober: „Hamburg sagt wegen Lärmschutz-Auflagen das WM-Fanfest ab“

Wenn die Fußballspiele 2014 tatsächlich erst so spät bei uns laufen, finde ich die Entscheidung für die Absage des WM-Fanfestes richtig. Es würden dann zwar noch einige Fans kommen, aber nicht die friedlichen Familien mit Kindern, sondern alkoholisierte junge Männer mit unberechenbarem Verhalten. Das müssen wir Hamburger schon oft genug ertragen.

Ute Hillers

Kostet Mut

21. Oktober: „Verrückte Maßstäbe. Lampedusa in Hamburg: Kritik am SPD-Senat ist so überzogen wie schräg“

Der Artikel von Matthias Iken findet in seiner klaren, sachlichen Darstellung meine volle Zustimmung, ebenso die vieler meiner Freunde und Bekannten. Es gibt also neben der einen vermuteten breiten Öffentlichkeit, die die Haltung der „Radikalinskis“ toleriert oder sogar stützt, auch noch eine andere, vermutlich gar nicht so kleine Öffentlichkeit, die das Verhalten unseres Bürgermeisters und Senats richtig findet. Dies laut zu äußern kostet allerdings durchaus Mut wegen der nicht ganz geringen Gefahr, dann in der Rassismus-Kiste zu landen.

Elke Wolf-Tietgen

Am Verstand gezweifelt

Der Artikel gibt uns den Glauben zurück, normal zu denken. Wir haben schon an unserem Verstand gezweifelt bei dem, was zurzeit in Hamburg passiert. Asylsuchende, die sich nicht outen wollen, ziehen mit hassverzerrten Gesichtern durch die Stadt und stellen Forderungen. Dass die Chaoten auf jeden Zug aufspringen, ist ja bekannt, dass aber auch die Kirche, ein Teil der Medien und sogar eine politische Partei sich vor diesen Karren spannen lassen, ist für uns unfassbar. Das Flüchtlingsthema ist traurig genug, aber mit solchen Methoden kann man es nicht lösen oder lindern. Wir sind für diesen Artikel dankbar und wünschen uns, dass diese Einstellung wieder zur Normalität wird. Wir sind überzeugt, dass ein großer Teil der Bevölkerung ebenfalls dieser Meinung ist.

Kurt Krause

Mehr davon

Es kann doch nicht angehen, dass die Flüchtlinge derart instrumentalisiert werden und vor allem die Kirche sich anmaßt, gegen geltende Gesetze zu verstoßen, und auch noch unsere unlöbliche Vergangenheit hier mit hineinziehen will. Jeder Bundesbürger muss es sich schon gefallen lassen, von der Polizei überprüft zu werden, und wer sich nicht ausweisen kann, muss es auch in Kauf nehmen, mit auf eine Polizeiwache genommen zu werden. Bitte mehr derartige Richtigstellungen, damit so mancher verwirrte Kopf wieder klar sehen und denken lernt.

Dr. Claus Butt

Erfrischend sachlich

Ein erfrischend sachlicher Artikel zu einem hoch emotionalen Thema. Ein Senator versucht lediglich geltendes Recht durchzusetzen und wird sogleich von einer äußerst aggressiven Truppe aus überwiegend Linken und Autonomen angegriffen und die Straße zum Krawallort. Die Schuldzuweisungen, wer hier Gewalt anwendet, sind ebenfalls völlig verdreht, auch wenn sie von kirchlicher Seite kommen. Innensenator Michael Neumann sollte weiter standhaft bleiben und das für alle Zuwanderer geltende Asylrecht nicht beugen lassen.

Dr. med. Petro-Alexander Rarei

Finanzieller Puffer fehlt

21. Oktober: „Hamburgs leere Kitas. Viele Einrichtungen melden freie Plätze“

Leider stehen nicht nur Kitas halb leer. Auch langjährig tätige Tagesmütter wie ich, die brav in ihrer Freizeit an allen neuerdings vorgeschriebenen Fortbildungen teilgenommen haben, finden derzeit kaum Kinder zur Betreuung. Ich als Freiberuflerin kann nur leider die Zeit nicht mit Renovierungen und Dekoration überbrücken. Dazu fehlt mir der erforderliche finanzielle Puffer. Wenn es so bleibt, muss ich leider schließen, und es könnte bald einen Hartz-IV-Empfänger mehr geben, denn mit 55 Jahren sind die Chancen auf einen anderen Arbeitsplatz gering.

Kerstin Kiel

Peinlich

21. Oktober: „Saga lässt Wohnhaus verfallen – jetzt wird es abgerissen“

Selbst baufällige Gebäude lassen sich erhalten, wenn rechtzeitig moderne Bautechnologien eingesetzt werden. Nur: In der „Freien- und Abrissstadt“ Hamburg will man das offensichtlich gar nicht. Da lässt ein städtisches Wohnungsunternehmen jahrelang Gutachten erstellen, bis endlich eines passt, damit abgerissen werden kann. Und das Denkmalschutzamt gibt zur Beseitigung eines denkmalgeschützten Hauses natürlich seine Zustimmung. Jetzt gibt es mal wieder vollendete Tatsachen, und die „Bestürzung“ aller Verantwortlichen ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

Dirk Helbig

Mehr Lebensqualität

19. Oktober: „Freie Fahrt nur noch für Busse? Für die Busbeschleunigung baut Hamburg viele große Straßen um“

Der Artikel beschreibt es sehr treffend: Die Busbeschleunigung auf den Hauptlinien ist nur ein recht hilfloses Mittel, dem Fahrgastansturm gerecht zu werden, und reicht doch nur für wenige Jahre. Reaktion statt Aktion, verteidigt mit Argumenten, die keiner kritischen Hinterfragung standhalten. Öffentlicher Nahverkehr muss eine attraktive Alternative sein – für Autofahrer und für Anwohner. Dass die Linie 5 die am höchsten belastete Buslinie Europas ist, liegt insbesondere daran, dass alle ernst zu nehmenden Konkurrenten durch Stadtbahnen ersetzt wurden und werden. Ein attraktiver Schienennahverkehr ist eines der bedeutendsten Ansiedlungskriterien für Firmensitze. In der HafenCity hat man das erkannt, außerhalb der Kernstadt noch nicht. Je früher Hamburg eine Stadtbahn aktiv angeht und in Betrieb nimmt, desto früher kann den Hauptstraßen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben werden. Je länger wir warten, desto höhere Einnahmen gehen der Hansestadt Hamburg verloren.

Marcus Meier