Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 31. August 2013

| Lesedauer: 5 Minuten

Klares Signal!

30. August: „Erste Kreuzfahrtschiffe fast ohne Abgase. Aida setzt auf seinen neuen Luxuslinern weltweit einzigartige Katalysatoren ein“

Es ist ein guter Tag für den Klima- und Umweltschutz! Mit Freude lese ich über die jetzt eingeleitete Strategie von Aida Cruises, umfassende Abgasreinigungsanlagen in die gesamte Flotte einzubauen. Ein enorm wichtiger Beitrag für den Umweltschutz und zugleich ein klares Signal an die Branche, sich ebenfalls in diese Richtung zu entwickeln. Wir vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management freuen uns sehr, dass ein renommiertes Mitgliedsunternehmen einen solch entscheidenden und richtungsweisenden Akzent setzt.

Kristina Kara, Mitglied des Vorstands von B.A.U.M. e. V.

Traurige Rolle

30. August: „Syrien-Krise: Die letzte Chance. Amerikaner und Briten warten mit Militärschlag auf Urteil der Uno-Giftgasexperten“

Die Bilanz militärischer Einsätze der USA ist seit 1945 vernichtend: diverse letztendlich verlorene Kriege und mit einer oder zwei Ausnahmen erfolglose Einsätze zum Umsturz ungeliebter Regierungen. Jetzt soll ein Luftschlag gegen Syrien erfolgen, obwohl der Uno-Bericht über die für den Giftgasangriff Verantwortlichen noch nicht vorliegt. Eine traurige Rolle in diesem Konflikt spielt unsere Außenpolitik. Abgesehen von salbungsvollen nichtssagenden Phrasen fällt ihr zur Lösung der syrischen Gemengelage wenig ein.

Hans-Peter Hansen

Gefahr für Weltenbrand

Auf der ganzen Welt ermorden Diktatoren ihre Völker. Mal mit Bomben, mal mit Macheten oder wie in Nordkorea durch Nahrungsknappheit. Und die Weltgemeinschaft schaut nicht einmal zu. Oftmals weiß der Rest der Welt gar nicht, wo wer wen ermorden lässt. In Syrien jedoch bekommen wir allabendlich mundgerecht Nachrichten über Grausamkeiten geliefert. In dieser Gemengelage riskieren die USA einen Weltenbrand.

Andreas Kaluzny

Kann schiefgehen!

Mit Sorge verfolge ich die Berichte, dass der Bürgerkrieg in Syrien in einen internationalen Krieg verwandelt werden soll. Das kann auch gründlich schiefgehen. Besser wäre es, kleinere Ziele zu verfolgen, zum Beispiel, die chemischen Waffen in Syrien zu entschärfen. Mit moralischem Druck würden wahrscheinlich auch die Uno, Russland und unser zögerliches Deutschland dieses Ziel unterstützen. Und mit ebendiesem moralischen Druck könnte man vielleicht Syrien dazu zwingen, diese Waffen herauszugeben bzw. sie zu vernichten. Wenn dies nichts fruchten sollte, könnte man in Syrien eingreifen – aber allein mit dem Ziel, in den Besitz dieser Waffen zu gelangen.

Wolf Strätling

Waffenfreie Zone!

Letzte Chance? Die Vereinten Nationen sollten für die leidgeprüfte Bevölkerung in Syrien eine überwachte, waffenfreie Fluchtzone mit Überflugverbot beschließen und umsetzen. Dieses wäre wirksamer!

Wilhelm Rhauderwiek

Allmählich peinlich

30. August: „Olaf Scholz lädt zum Hamburger Fahrradgipfel“

Wie oft denn noch, Hamburg ist nicht Kopenhagen! Die Innenstädte sind grundverschieden. Überdies wird dieses Fokussieren auf die Belange der Radler allmählich peinlich, es soll auch noch Fußgänger geben – wer kümmert sich um diese?

Hans-Emil Schuster

Vorhandene Wege nutzen

Wichtig ist doch, bevor noch mehr Radwege gebaut werden, dass die vorhandenen auch von den Radlern genutzt werden. In Rahlstedt beobachten wir immer wieder, dass, obwohl neue Radwege vorhanden sind, die Straßen befahren werden, und dadurch der Autoverkehr behindert wird.

Hermann Kapczynski

Längst unerträglich

Es ist längst unerträglich, dass Hamburgs Politiker immer wieder versichern, wie wichtig es sei, das Radwegenetz auszubauen, dem Radfahrern in der Stadt Rang einzuräumen und angemessene Sachmittel zur Verfügung zu stellen. Der letzte wohlfeile verbale Höhepunkt ist, dass der Bürgermeister zu einem „Fahrradgipfel“ einlädt.

Ulrich Reppenhagen

Stadtbahngipfel fehlt!

Schön wäre es auch, wenn Herr Scholz zu einem „Stadtbahngipfel“ einladen würde. Auch vor der „Haustür“ (Berlin, Bremen, Rostock, Schwerin usw.) finden sich ebenfalls eindrucksvolle Beispiele für dieses umweltfreundliche und leistungsfähige Verkehrsmittel, welches im Betrieb oft sogar kostengünstiger als unnötig viele Busse ist.

Jens Ode

Zehnerkarten anbieten!

28. August: „HVV erhöht Fahrpreise um 3,2 Prozent“

Eine erneute Tariferhöhung beim HVV, die zudem über der Inflation liegt, finde ich sehr bedauerlich, natürlich auch im Hinblick auf die Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt. Ich würde es sehr wünschenswert finden, wenn der HVV Zehnerkarten anböte.

Ilsabeth Broehl

Provinz-Charme

24. August: „Bahnbetreiber will Verlängerung der Gartenschau“

Wir waren um 17 Uhr mit der Abendkarte auf der igs. Um 18 Uhr waren die Eis-Stände zu, um 19 Uhr die Monorail, die Hafenweltcontainer waren ebenfalls für uns verschlossen. Die 80 Gärten hätten wir gern nacheinander abgeschritten; wir haben sie nicht gesehen, auch keine deutlich herausragenden Gärten anderer Nationen, keine Vorschläge zur Gartengestaltung. Unser Vorschlag für das Motto lautet: in 80 Kleingärten um die Welt. Das hätte viel Provinz-Charme, jedoch wenig von der angekündigten großen weiten Welt.

Annelie und Andreas Kirchner

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Leserbriefe