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Vierte Staffel startet: Zukunft von Serie „Das Boot“ unklar

| Lesedauer: 3 Minuten
Von Anna Ringle, dpa
Eine wichtige Rolle bekommt in der 4. Staffel von «Das Boot» Hannie Lessing (Rosalie Thomass), die Schwester von U-Boot-Kommandant Klaus Hoffmann (Rick Okon).

Eine wichtige Rolle bekommt in der 4. Staffel von «Das Boot» Hannie Lessing (Rosalie Thomass), die Schwester von U-Boot-Kommandant Klaus Hoffmann (Rick Okon).

Foto: Stanislav Honzík/Sky Studios/Bavaria Fiction//dpa

„Das Boot“ ist zurück. Die vierte Staffel auf Sky bringt alles mit, was eine gute Serie braucht. Wie geht es mit der aufwändigen Produktion weiter?

Berlin. Die vierte Staffel der preisgekrönten Serie „Das Boot“ startet. Bei dem Bezahlsender Sky sind die sechs Folgen ab diesem Samstag (23. September, pro Woche eine Folge) im TV und auf dem Streaming-Portal Wow zu sehen. Man kann sicher behaupten, dass die Staffel alles hat, was es für eine gute Serie braucht.

„Das Boot“ - eine Geschichte um die deutsche Marine im Zweiten Weltkrieg - war schon immer Stoff, der Zuschauer anzog. Beispiel: 1981 der legendäre Kriegs-Drama-Film, der auf Buchstoff basiert. Seit Jahren hat nun die Serie „Das Boot“ ihre Fans. Kurz zusammengefasst: In der vierten Staffel befinden wir uns im Kriegsjahr 1943. U-Boot-Kommandant Klaus Hoffmann (Rick Okon) ist natürlich wieder als Protagonist dabei. In Berlin wird er hofiert, aber auch mit Argusaugen beschattet.

Eine wichtige Rolle bekommt in der Staffel seine Schwester Hannie Lessing (Rosalie Thomass), die kriminellen Machenschaften auf die Spur kommt. Thomass ist eine prominente Neubesetzung in der Serie. Eingebettet ist das Ganze in die Kriegssituation, dass Nazi-Deutschland unter Druck gerät, weil die Marine im Mittelmeer hohe Verluste erleidet. Ebenso mit dabei: Wilson Gonzalez Ochsenknecht („Diese Ochsenknechts“) als Matrose „Nudel“.

Regisseur Gansel: „"Das Boot" ist so aktuell, dass es schmerzt“

Regie führte Dennis Gansel („Die Welle“). Beeinflusste der aktuelle russische Angriffskrieg in der Ukraine die Art und Weise, wie man einen solchen Stoff der vierten Staffel umsetzt? „Absolut. Nicht nur wurde einem die Aktualität des Themas wieder schmerzlich bewusst“, teilte Gansel der Deutschen Presse-Agentur dazu mit. „Wir fühlten uns auch in besonderem Maße verantwortlich, die Erzählbögen dieser Staffel besonders sorgfältig zu recherchieren, um vor allem jüngeren Zuschauern ein authentisches Abbild von Figuren und Situationen in dieser Zeit zu geben.“ Der Regisseur ergänzte: „So kann uns auch eine historische Serie manchmal viel über die Gegenwart erzählen. Ich dachte manchmal: "Das Boot" ist so aktuell, dass es schmerzt.“

Wird es eine fünfte Staffel geben? Der Geschäftsführer von Content Bavaria Fiction und Produzent von „Das Boot“, Marcus Ammon, teilt auf diese Frage hin mit: „Ideen für eine weitere Staffel gibt es, aber ob es weitergeht, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Wenn es weitergeht, dann mit einem neuen Partner, da sich Sky ja bekanntermaßen vor einigen Monaten entschieden hat, keine deutsche Eigenproduktionen mehr zu produzieren.“

Zu den Produktionskosten für die vierte Staffel äußerte sich Ammon so: „Ohne konkrete Zahlen zu nennen, liegen die Produktionskosten wie seit Staffel eins im mehrstelligen Millionenbereich.“ „Das Boot“ sei eine High End Serie, die sowohl den U-Boot-Krieg als auch die Entwicklung an Land im Zweiten Weltkrieg erzählt - Ausstattung, Kostüme, aber auch die Postproduktion seien aufwändig. „Das Boot“ sei eine Weltmarke, dementsprechend wichtig sei eine hochwertige Produktion gewesen, die internationalen Standards gerecht werde.

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( © dpa-infocom, dpa:230922-99-291084/2 (dpa) )