„Royal Wedding“

Nach Shitstorm – ZDF weist Rassismus-Vorwürfe zurück

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Hochzeit-Highlights: Das waren die fünf schönsten Momente

Hochzeit-Highlights: Das waren die fünf schönsten Momente

Royale Hochzeit: Reporterin Johanna Rüdiger war vor Ort in Windsor und hat die fünf schönsten Momente festgehalten.

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Das ZDF hat nach der royalen Hochzeit auf die Rassismus-Vorwürfe reagiert. Man hätte der „schwarzen Community“ mehr Raum geben sollen.

Berlin.  „Ein exotisches Paar“, „afroamerikanischer Esprit“, „eine solche Frau hat man sich früher als Mätresse gehalten“, „Symbolfigur für alle Nicht-Weißen“ – das ist nur eine Auswahl, der Kommentare, die in der vierstündigen Live-Übertragung der Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry im ZDF fielen.

Immer wieder wiederholten die vier Kommentatoren am Samstag Meghan Markles Herkunft, ihre „afroamerikanischen Wurzeln“, die die Beziehung mit Prinz Harry so besonders machten.

Viele Zuschauer fanden die Bemerkungen mehr als unpassend. In den sozialen Medien wurde wild über die „rassistischen“ und „sexistischen“ Äußerungen des ZDF-Personals diskutiert.

Nun hat der Mainzer Sender auf die Kritik reagiert – und den Vorwurf des Rassismus zurückgewiesen.

ZDF reagiert ausführlich auf Kritik

Der Wandel des britischen Königshauses hin zu einer weltoffeneren Monarchie sei ein Thema, das „sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland von großem öffentliche Interesse ist“, heißt es in einem Statement des Senders, das dieser Redaktion vorliegt. Vor diesem Hintergrund sei es journalistisch angemessen gewesen, die Herkunft von Meghan Markle zu diskutieren.

„In der Tat wäre es wünschenswert gewesen, einer Repräsentantin oder einem Repräsentanten der schwarzen Community in Großbritannien in der Sendung noch mehr Raum zu geben“, so das ZDF. „Aus Termingründen war es aber beispielsweise der Autorin und Kolumnistin Afua Hirsch nur möglich, in einem Gespräch an einem Außen-Set die Bedeutung der afroamerikanischen Wurzeln von Meghan Markle für die britische Gesellschaft einzuordnen.“

Beim Auftritt von Hirsch hatten Zuschauer kritisiert, dass sie nur als „Tochter einer ghanaischen Mutter“ vorgestellt worden war.

Das ZDF erklärte, dass man auch im eigenen Haus „einige Formulierungen der Sendung“ selbstkritisch diskutiert hatte. „Den Vorwurf des Rassismus weisen wir entschieden zurück.“ (jha)