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Wie Raucher Daniele das ganze Camp gegen sich aufbringt

Tag 12 im Dschungel: Natascha muss gehen. Tina greift zum Messer. Und Jenny und David bestehen eine Prüfung mit XXL-Ekelfaktor.

Berlin.  Eine Erkältung nervt halt. Erst recht im Dschungel, wo Leckereien wie pürierte Tauben oder Schweineanus nur darauf warten, verkostet zu werden. Wer schlapp in der Ecke hängt, kann all das nicht genießen – und muss am Ende gehen.

„Ich weiß, dass ich langweilig war“, entschuldigte Natascha Ochsenknecht noch ihren fehlenden Drive in den letzten Tagen. Die Zuschauer aber hatten genug: Sie schickten das kränkelnde Ex-Model nach Hause. Ab unter die Decke!

Im Kampf um die Dschungelkrone, den trashigsten Preis den das deutsche Fernsehen zu vergeben hat, mischt die 53-Jährige jedenfalls nicht mehr mit.

Tina leidet – und greift zum Messer

Und so etwas wie Gerechtigkeit gibt’s im Dschungel eh nicht. Dann nämlich wäre Tina, die Camp-Oma, gegangen. Schon seit Tagen fleht sie die Zuschauer an, nicht für sie anzurufen. Vergeblich. Tina muss bleiben.

Und da hören die Probleme noch nicht auf: „Wann immer ich in den Spiegel schaue, kommt mir das Grauen“. Der Grund: Ihr Pony macht, was es will. Also griff sie – ganz pragmatisch – zum Taschenmesser und säbelte los. „Man muss halt alles versuchen“, so die 63-Jährige.

Wenn sie schon im Camp bleiben muss, dann wenigstens mit gezähmten Pony.

Der größte Ausraster

Im Gegensatz zu Tinas Haaren ist Daniele, der Möchtegern-Sänger, so gar nicht zu bändigen. Weil er schon wieder auf Nikotinentzug ist, nervt er die anderen Bewohner. Beim Kochen wird er gefragt, ob er das Fleisch schon fertig geschnitten habe – zu viel!

Sofort rastete er aus, pflaumte Matthias an. Ob er nicht vernünftig antworten könne, wollen die anderen wissen. „Safe nicht mehr, ich bin schon wieder seit zwei Tagen ohne Zigaretten“, maulte er.

Und inzwischen sind wirklich alle von ihm genervt. „Ich kann das nicht mehr hinnehmen“, ärgerte sich Jenny. „Das geht so nicht“, stimmte Matthias zu. „Daniele ist schlimmer als eine schwangere Frau“, meinte „Bachelor“-Kandidatin Kattia.

Dumm nur: Bis zum großen Finale sind’s noch ein paar Tage. Und bisher sieht es nicht so aus, als hätten die Zuschauer die Nase voll vom dauernden Kippen-Genörgel. Und den immer heftiger werdenden Ausrastern.

Der ekeligste Moment

Dass man den Dschungelalltag auch mit Würde überstehen kann, bewiesen dafür Jenny und Schönling David. Beide mussten zur Prüfung antreten – und die war nichts für schwache Mägen. Ihnen wurde ein Menü vorgesetzt aus rohen Fischaugen, pürierter Taube mit Fliegen („Dschungelpfeffer“) , fermentierten Enteneiern („Kotzpacho“), Würmern und Insekten.

Dschungelcamp: So überwindet man seine Ekel-Ängste
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„Geht voll klar“, sagte Jenny, als David ihr den ersten Löffel des „Kotzpachos“ in den Mund schob. Doch mit jedem Happs verzog sich ihr Gesicht mehr. „Boah, ey, ich kotze“, stammelte sie am Ende nur noch – und dann war es geschafft.

Auch David stopfte alles in sich rein, was ihm vorgesetzt wurde. „Ich hab‘ Fliegen zwischen den Zähnen, die nerven“, sagte er nach dem Dinner.

Wer so viel Ekel aushält, hat sich die sieben Sterne auch verdient.

Was man über Dschungelcamper David Friedrich wissen muss
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Die größte Freude

Und was gab‘s sonst noch so im Dschungel? Ach ja, da wäre noch Tatjana Gsell. Die ist zwar schon ausgezogen, durfte aber trotzdem ihre Zeit nochmal Revue passieren lassen. Ist ja auch angemessen, immerhin hielt sie über eine Woche durch.

„Ich war abgeschnitten von Handy und Öffentlichkeit“, holte sie aus. „Ich weiß nicht, was da draußen passiert ist“. So ein Dschungel-Schicksal ist schon hart.

Jetzt freut sie sich aber auf ihre neu gewonnene Freiheit. Den anderen Bewohnern rief sie zum Abschied noch zu: „Macht’s gut, ich hab‘ euch lieb.“

Dann wäre also auch das geklärt.