RTL-Show

"Adam sucht Eva": Ex-Senator Ronald Schill macht sich nackig

Insel-Spiel mit Körperkontakt: Jesse (l.) muss Sarah Joelle mit möglichst vielen Kokosnüssen an Kushtrim übergeben. Wenn Sarah Joelle am Ziel ist, kann sie die Kokosnüsse ablegen.

Insel-Spiel mit Körperkontakt: Jesse (l.) muss Sarah Joelle mit möglichst vielen Kokosnüssen an Kushtrim übergeben. Wenn Sarah Joelle am Ziel ist, kann sie die Kokosnüsse ablegen.

Foto: RTL

Das erste Herz ist gebrochen, ein Kandidat lässt seinen Penis tanzen: Das FKK-Liebes-Camp ist geöffnet, diesmal mit Promi-Beteiligung.

Berlin.  Es ist nur logische Konsequenz: Seelisch haben Promis im deutschen Fernsehen schon alle Hüllen fallen gelassen. Sie haben Würmer und Kakerlaken im Dschungel gegessen, haben sich in Container sperren lassen – und dabei geweint, gestritten, gelitten. Nach dem Seelen-Striptease ziehen sie jetzt auch körperlich blank. Komplett nackig kämpfen sie in der Südsee um ein bisschen Aufmerksamkeit – unter dem Deckmäntelchen der Einsame-Single-Vermittlung. Die RTL-Kuppel-Show „Adam sucht Eva“ startet in die dritte Runde.

Es gibt allerdings kaum ein TV-Trash-Format, bei dem der Zuschauer bei den „Promis“ so viele Abstriche machen muss wie in dieser Show. Denn die übliche Bekanntheits-Kategorisierung reicht in diesem Fall nicht aus. Wir haben hier keine A-, keine D-, noch nicht einmal Z-Promis. Das Alphabet bräuchte ein paar Buchstaben mehr. Wir haben Sarah Joelle Jahnel, Ex-Casting-Teilnehmerin und angebliche Ex-Pocher-Geliebte. Wir haben Daniel Köllerer: österreichischer Ex-Tennisprofi, der fast mal beim Bachelor mitgemacht hätte und die Teilnahme an mindestens zwei weiteren Fernsehshows abgesagt hat. Wahnsinn. Und wir haben Leo Bartsch, Ex-Castingband-Sternchen.

Supertalent-Teilnehmer wird zum Unsympath

Das klingt nicht nur langweilig, das ist es auch. Sarah Joelle Jahnel gibt sich noch die größte Mühe von allen und lässt in der Auftaktfolge die Diva raushängen. Sie will keine Bank zusammenbauen, sie mäkelt an den anderen Kandidaten herum, sie will nicht mal die Toilette benutzen. „Ekelig.“ Sie hat keinen Stuhlgang, sie redet lieber drüber.

Ansonsten lassen sich die Promis von den „Normalo“-Kandidaten die Show stehlen. RTL schickt nämlich nicht nur Promis auf die Insel, sondern lockert die Runde mit andern Kandidaten auf. Einer sticht dabei besonders hervor: Jesse Fischer. Er sei „Sekjuriddi und Schtribber“, sagt der Saarbrücker von sich selbst. Macht also in Sicherheit und Striptease. Dabei könnte ihn RTL gut und gerne auch als Promi verkaufen, nervt er doch seit Jahren die Supertalent-Jury mit seinem Unvermögen. Und das reicht ja bekanntlich, um als Promi durchzugehen. Aber zurück zur Nackedei-Show: Da wird Jesse Fischer direkt zu Beginn zum Unsympath der Staffel.

Zuschauer wendet sich angewidert ab

„Ich seh’ einfach saugut aus“, haut er direkt zu Beginn raus. Er lässt sich von den Frauen auf der Insel den Rücken eincremen und den Körper einseifen. Später erzählt er dann, er erwarte von einer Frau, dass sie zu Hause bleibt, während er arbeitet. Sei doch gar nicht so schlimm, die Frau dürfe ja schon mal vor die Tür. Zum Einkaufen. Da bekommt sie frische Luft und sieht auch mal was. Buttertoast zum Beispiel. Ah ja.

Zu allem Überfluss will er seinen Mitkandidaten dann auch noch was Gutes tun – und für sie strippen. Strippen? In einer Nacktshow? Kein Problem für Jesse: Er schlüpft schnell in einen feschen Einteiler, eine Mischung aus Krawatte und String, um ihn dann wieder auszuziehen. Und weil er ja so einen „geilen Body“ hat, setzt er selbigen dann noch auf besondere Weise in Szene – und tanzt mit seinem Gemächt, seinem „Free Willy“, ins Gesicht von Mitkandidatin Marlena. Die wendet sich angewidert ab. Und der Zuschauer tut es ihr gleich.

Kandidat schießt sich rülpsend aus dem Rennen

Bei diesen Peinlichkeiten vergisst er aber glatt, wobei es bei der Show ja eigentlich gehen soll. Angeblich: die große Liebe zu finden. Und da gibt es in der ersten Sendung schon gleich das erste gebrochene Herz. Kandidat Max hat sich in Kandidatin Iwona verguckt. Gemeinsam geht’s auf die Insel der Liebe. Kontrahent Kushtrim ist zwar auch dabei, aber der rülpst beim Essen und schießt sich damit selbst aus dem Rennen. Max nutzt den Patzer, um seinerseits zu punkten. Er liest Iwona sogar ein selbst verfasstes Gedicht vor. Aber es nutzt nichts: Beim Abschluss-Date, bei dem sich die Kandidaten zum ersten Mal mit Klamotten sehen, lässt Iwona Max am Traumstrand stehen und reist ab. Tragisch.

Am heutigen Sonntag geht die Show weiter. Auf die Insel reisen werden unter anderem noch Ex-Dschungelkönig Peer Kusmagk und Ex-„Richter Gnadenlos“ Roland Schill. Man möchte allen Kandidaten ein möglichst rasches Liebesglück wünschen. Dann ist der Spuk auch schnell wieder vorbei.