Tatort

Til Schweiger rechtfertigt sich für kritischen Facebook-Post

Til Schweiger hat mit einemn Facebook-Beitrag zum letzten „Tatort“ viel Kritik geerntet.

Til Schweiger hat mit einemn Facebook-Beitrag zum letzten „Tatort“ viel Kritik geerntet.

Foto: Sascha Steinbach / Getty Images

Seit dem Schweiger-“Tatort“ gibt es zwischen dem Schauspieler und den Kritikern einen verbalen Schusswechsel. Jetzt geht er in Deckung.

Berlin.  Mit einem Facebook-Posting in der Nacht von Sonntag auf Montag hat Til Schweiger mit seinen Kritikern abgerechnet. Als „Trottel“ bezeichnete er sie, weil sie keine Ahnung von der „Craft(Materie)....KUNST....“ hätten. Auch die „Tatort“-Kollegen aus Köln und München wurden von Schweiger bedacht („Moppelige Kommissare“). In einem Interview mit der „Bild“ (Bezahlinhalt) rudert Schweiger nun jedoch zurück.

Wie Schweiger erzählt, sei der Facebook-Beitrag vor allem als Würdigung des Regisseurs Christan Alvart gedacht gewesen. Und tatsächlich hatte Schweiger den Filmemacher mehrfach gelobt – und das in dem typischen Schweiger-Sprech mit vielen Ausrufezeichen: „Ich, Til Schweiger, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!!“

Schweiger verteidigte im Interview auch indirekt noch einmal seine Kritik an dem knappen Budget für seinen „Tatort“. „Bei uns haben sich die Leute von Anfang an beschwert, weil unser Tatort 200.000 Euro mehr zum Drehen hat.“, sagte er. Der Schweiger-“Tatort“ „Fegefeuer“ soll etwa 1,6 Millionen Euro gekostet haben. Zum Vergleich: eine Folge der RTL-Serie „Alarm für Cobra“ dauert nur halb so lang und kostet mitunter bis zu 1 Million.

Wie Schweiger die Kollegen-Schelte relativiert

Seine Kritik an den anderen Ermittler-Duos der ARD-Krimi-Reihe will Schweiger nicht als persönlichen Angriff verstanden wissen. Dabei waren die Andeutungen in seinem Facebook-Beitrag recht eindeutig. Von „zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken“ war die Rede. Ein Vergleich mit den Kölner Ermittlern Ballauf und Schenk, die stets Currywurst esssen, und den Münchener Kommissaren Batic und Leitmayr war kaum von der Hand zu weisen. Doch Schweiger bleibt dabei, dass es nichts Persönliches gewesen sei: „Ich persönlich habe noch nie über einen Kollegen Scheiße erzählt.“

Bleibt noch die Frage, ob der Schauspieler mit der großen Aufmerksamkeit gerechnet hat, die seine Abrechnung mit den Kritikern hervorgerufen hat. Laut „Bild“-Zeitung habe er mit der darauffolgenden Kritik gerechnet. „Das bin ich jetzt seit 20 Jahren gewöhnt“, sagte er und ergänzt: „Ein Shitstorm kommt und geht wieder. Ich mache einfach weiter mein Ding“.

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