Medien Hamburg

Ein Blick hinter die Kulissen: So entsteht abendblatt.de

Foto: Roland Magunia

Tag und Nacht aktuell: abendblatt.de bietet an 365 Tagen im Jahr das, was gedruckte Zeitungen von Natur aus nicht leisten können.

Hamburg. Er ist die ideale Ergänzung zum Hamburger Abendblatt. Der Internetauftritt der Metropolenzeitung, abendblatt.de, bietet an 365 Tagen im Jahr das, was gedruckte Zeitungen von Natur aus nicht leisten können: Live-Berichterstattung, Bildergalerien, bewegte Bilder und Service. Besucher der Internetseite werden mit neuesten Nachrichten und Hintergründen auf dem Laufenden gehalten. Das Beste daran aber ist: Abonnenten des Hamburger Abendblatts bekommen das umfangreiche Angebot gratis.

6.00 Uhr: Draußen ist es noch dunkel. Während Hamburg erwacht, verbreitet der Bildschirm des Computers von René Soukup im Newsroom des Hamburger Abendblatts schon seit 30 Minuten ein mattes Licht. In der Woche liegt so gut wie jeden Vormittag die Nachrichtenführung von abendblatt.de in den Händen des erfahrenen Journalisten. Was ist wichtig? Was muss wo auf der Seite stehen? Trifft die Überschrift den Kern der News? Derartige Entscheidungen trifft Soukup wie am Fließband. Das Ziel des abendblatt.de-Morgenteams formuliert er so: "Wir wollen die Frontseite schnell auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Ob Busfahrerstreik oder Erdbeben in Haiti: Wer morgens abendblatt.de aufruft, soll auf einem Blick umfassend informiert werden."

8.00 Uhr: Die sechs Channelmanager für die Ressorts Hamburg/Norddeutschland, Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Vermischtes beginnen mit ihrer Arbeit. Nach dem Check der Nachrichtenagenturen arbeiten sie die Themen aus der Printausgabe des Hamburger Abendblatts auf. Die zu einem Thema passenden Bilder werden herausgesucht, Videos eingebunden, weiterführende Texte im Archiv gesucht.

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9.15 Uhr: Das Online-Team trifft sich im Newsroom zur Morgenkonferenz. Alles kommt auf den Tisch. Die Channelverantwortlichen stellen ihr Programm des Tages vor. Zugleich wird besprochen, was am Tag zuvor schiefgelaufen ist, oder gelobt, was gut gelungen ist. "Wir einigen uns auf die Themenschwerpunkte des Tages und verständigen uns darüber, welche Themen ressortübergreifend behandelt werden sollten", sagt Oliver Schirg, Leiter Newsdesk abendblatt.de. Anschließend nehmen die Channelmanager an der Konferenz ihrer Printressorts teil. So wird kein Thema übersehen.

11.00 Uhr: Die große Abendblatt-Konferenz beginnt. Für die Onliner geht die Alltagsarbeit im Newsroom ohne Unterbrechung weiter. Die Mittagspause in den Unternehmen ist eine Zeit, in der viele Menschen kurz das Internet besuchen. Dann sollen die abendblatt.de-Seiten all das enthalten, was in der ersten Hälfte des Tages passiert ist. Zugleich wird in der 11-Uhr-Konferenz das Ergebnis des Vortages bekannt gegeben. Mehr als 200 000 Besucher und mehr als eine Million Seitenabrufe - das sind die täglichen Zielmarken.

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14.00 Uhr: Die Nachmittagsschicht kommt. Die Übergabe ist kurz und knapp. Onlinereporterin Verena Töpper hat gerade das Neueste vom Zugunglück in Braunschweig zusammengetragen und will die "alte" Geschichte vom späten Vormittag aktualisieren.

17.00 Uhr: Die Channelmanager gehen, und die Spätschicht ist jetzt allein zuständig. Britta Hesener vom Politikchannel weist die Kollegen auf die noch laufende Bundestagsdebatte hin, Caroline Dahns vom Vermischten auf mögliche weitere Entwicklungen in Haiti.

0.00 Uhr: Offiziell ist jetzt Dienstschluss. Die Spätdienstler haben viele Geschichten noch einmal aktualisiert oder ein Fußball-Euro-League-Spiel getickert. Am späteren Abend laufen vermehrt Meldungen aus den USA ein - dort ist der Tag jetzt auf Touren gekommen. Ein Kulturkollege hat noch schnell eine Kurzkritik über ein Rockkonzert vom Abend ins Büro gemailt. Die Übergabemail für den Frühdienst beschließt den Onlinertag - es sei denn, irgendwo auf der Welt geschieht etwas so Wichtiges, dass die Nacht zum Tage wird.