Der Ruf des Todes in der Speicherstadt

Attraktion: Am 11. 7. geht der Hamburger Jedermann bereits in das zehnte Jahr

Als Michael Batz im Frühsommer 1993 ein paar Journalisten durch die Speicherstadt führte und an einem kahlen Platz an der Ecke Auf dem Sande/ Sandbrücke erklärte, dass er hier eine Hamburg-bezogene "Jedermann"-Fassung aufführen wolle, da wünschten die Anwesenden dem engagierten Mann, dass sein Projekt den Sommer überstehen und einigermaßen gut besucht sein würde. Aber an eine zweite Saison mochte keiner ernsthaft glauben. Doch Batz' "Hamburger Jedermann" setzte sich durch, vom 11. 7. an geht er in die zehnte, jeweils die aktuelle Situation der Stadt berücksichtigende Runde. Die expressionistisch wirkende Kulisse der Speicherstadt, vor der Jedermanns High-Society-Leben wie bunter Tand erscheint, der Tod, dessen Ruf durch die Fleete hallt, bis er still und unwiederbringlich auf einem Nachen herangleitet - das hat eine eigene Faszination und gilt heute als eine der Touristen-Attraktionen der Stadt. (sus)

  • Der Hamburger Jedermann 11. 7. bis 24. 8., jeweils Fr, Sa und So, 20.00 , Auf dem Sande (U Baumwall), Karten zu 16,- bis 45,- unter T. 369 62 37 oder unter speicherstadt@t-online.de