Schüler machen Zeitung
City-Tour

Hamburg ist die Stadt der Superlative

Lesedauer: 5 Minuten
Tobias Maus, Daniel Maus, Klasse 8b, Hansa Gymnasium Bergedorf
Während einer Stadtrundfahrt gibt es in Hamburg auch für Hamburger immer wieder Neues zu entdecken

Während einer Stadtrundfahrt gibt es in Hamburg auch für Hamburger immer wieder Neues zu entdecken

Foto: imago

Stadtrundfahrten sind was für Touristen. Zwei junge Hamburger Autoren haben solch eine Bustour gemacht – und haben gestaunt

Hamburg.  Stellen Sie sich vor, heute ist Sonnabend, und Sie wollen Hamburg erkunden. Eine Stadtrundfahrt können wir nur empfehlen, denn auch für Hamburger gibt es während der Tour viel zu entdecken, und Sie lernen garantiert viel Neues über die Stadt.

Wo steht der weltgrößte Elektrofachmarkt?

Die Tour beginnt am Hauptbahnhof und endet auf St. Pauli. Der Bus fährt vor, Sie sehen die Werbung von Saturn. Das kümmert Sie nicht weiter, Sie steigen ein und suchen sich einen schönen Platz aus. Los geht’s. Das erste Ziel ist die St.-Petri-Kirche. Sie biegen in die Mönckebergstraße ein, und der Busfahrer sagt: „Schauen Sie mal nach links. Wussten Sie, dass dies der größte Elektrofachmarkt der Welt ist? Dort können Sie auf mehr als fünf Etagen und 18.000 Quadratmetern einkaufen und sich vergnügen.“

Zwei Minuten später sind Sie an der St.-Petri-Kirche angelangt. Dort haben Sie 30 Minuten Zeit, sich alles in Ruhe anzusehen. Sie steigen aus und gehen in die Kirche. Ihnen fällt auf, dass im Mauerwerk komische Flecken zu sehen sind.

Auf einem Infoschild steht, dass es Urinflecken von Pferden sind, die sich ins Mauerwerk ätzten. Auf der Aussichtsplattform angekommen, schauen Sie über Hamburg. Sie lernen: Das ist der höchste Aussichtspunkt Hamburgs. Der liegt sogar 15 Meter höher als die Spitze des Michel!

Die 30 Minuten sind schnell vorbei, und Sie setzen sich wieder in den Bus. Der Bus setzt sich in Bewegung. Nach ein paar Minuten spricht der Busfahrer: „Bald erreichen wir die Binnenalster, sie wird aus der Fahrtrichtung gesehen rechts liegen.“

Vom höchsten Aussichtspunkt geht‘s zur ersten asphaltierten Straße

Der Busfahrer fügt hinzu: „Ach, übrigens, wir fahren gerade über den Jungfernstieg. Dies ist die erste Straße, die je in Deutschland asphaltiert wurde. Sie wurde im Jahre 1838 asphaltiert.“ Der nächste Halt ist die St.-Michaelis-Kirche.“ Nach wenigen Minuten redet der Busfahrer erneut: „Wir werden gleich den Michel erreichen. Doch vorher schauen Sie bitte mal nach rechts. Wie Sie sehen, ist dort gerade ein Wochenmarkt. Es ist einer von mehr als 100 Wochenmärkten in Hamburg. Damit haben wir die meisten Wochenmärkte in Europa. In weniger als einer Minute werden wir den Michel erreichen. Der Aufenthalt wird wieder 30 Minuten betragen.“

Und dann hat er ein Rätsel für seine Fahrgäste: „Wenn Sie Lust haben, schätzen Sie doch mal das Gewicht und die Länge der Zeiger an der Michel-Uhr.“

Der Bus hält an, Sie steigen aus und gehen Richtung Michel. Sie nehmen den Aufzug, um nach ganz oben zur Aussichtsplattform zu gelangen. Als Sie oben angekommen sind, genießen Sie die tolle Aussicht über ganz Hamburg. Wenig später steigen sie in den nächsten Aufzug nach unten. Von dort schauen Sie noch einmal hoch zur Turmuhr, bevor die Reise weitergeht.

Der Bus setzt sich in Bewegung, und der Busfahrer fragt, ob Sie alle geschätzt haben. Die anderen Passagiere im Bus nennen ihre Schätzungen.

Der Busfahrer löst das Rätsel auf: „Der große Zeiger misst 4,91 Meter, der kleine 3,60 Meter, die ganze Uhr hat einen Umfang von 24 Metern. Es ist die größte Turmuhr Deutschlands. Kommen wir zu den Gewichten, jeder Zeiger wiegt 130 Kilogramm. Jetzt steuern wir unser letztes Ziel an, die Reeperbahn.“

Ein kleines Reviergebiet mit wenigen Einwohnern und vielen Betrunkenen

Sie lehnen sich zurück und genießen die Fahrt. Der Bus fährt durch den Elbpark in das Reich von St. Pauli. Der Busfahrer fängt ein letztes Mal an zu sprechen, „Bevor die Fahrt endet, noch ein paar letzte Infos. Wenn Sie gleich aussteigen, ist die Davidwache zu Ihrer Linken. Dies ist die älteste Polizeiwache der Welt. Sie wurde 1840 eröffnet. Außerdem hat sie das kleinste Reviergebiet mit nur 0,92 Quadratkilometern. Dabei hat sie auch nur 14.000 Einwohner zu bewachen, aber halt viele betrunkene Menschen.“

Der Busfahrer gibt noch Tipps für die Stunden nach der Tour: „Falls Sie noch Sport machen wollen – in Wandsbek steht das größte Fitnessstudio Europas. Das MeridianSpa bietet Sportlern 270 Geräte auf 15.000 Qua­dratmetern. Und wenn Sie es sich gut gehen lassen wollen, können Sie den Tag mit einem Vier-Gänge-Menü ausklingen lassen.“ Er empfiehlt „das kleinste Restaurant der Welt“, das Alte Zollenspieker Pegelhäuschen an der Elbe in Kirchwerder. „Es besteht aus einem sehr kleinen Raum und hat nur einen Tisch mit Platz für bis zu vier Personen.“

Wir sind am Ende unserer Stadtrundfahrt angekommen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß für den Fall, dass Sie auch so eine Tour machen wollen.