Another Day Blown Bright

Steve Waitt überzeugt mit klassischen Poprock-Tugenden

Klassisch und zeitlos: Steve Waitt.

Klassisch und zeitlos: Steve Waitt.

Foto: dpa

Wer Mark Cohn oder Bruce Hornsby mag, kann bedenkenlos zugreifen: Steve Waitt aus New York macht jenen klassischen Poprock, der momentan etwas aus der Mode gekommen, im Grunde aber zeitlos ist.

Berlin. Eigentlich stimmt sehr vieles an diesem Album: starke Stimme, gute Songs, kristallklarer Klang, schön atmosphärisches Plattencover.

Trotzdem ist anzunehmen, dass auch das neue Werk von Steve Waitt ihm nicht den ganz großen Ruhm bescheren wird. Denn "Another Day Blown Bright" (Make My Day/Indigo) ist womöglich etwas zu amerikanisch, zu gediegen, zu wertkonservativ und unspektakulär mit seinem klassischen Poprock-Sound.

In den 80er und 90er Jahren haben Singer-Songwriter wie Mark Cohn, Bruce Hornsby, James Taylor oder Billy Joel mit solchen Songs - Piano, Gitarre, angenehme Vocals - Millionen Tonträger verkauft. Waitt kommt mit seinen elf ganz ähnlich angelegten Americana-Stücken also etwas zu spät.

Dennoch: Wer sich noch an "Welcome To The Boomtown", ein 1986er Meisterwerk von David & David (alias Baerwald und Ricketts) erinnert, sollte hier mal reinhören. Waitt, ein Multiinstrumentalist aus New York, hatte schon mit "Stranger In A Stranger Land" (2016) bei Classic-Rock-Fans Respekt erworben, der Nachfolger klingt noch reifer und souveräner - und letztlich zeitlos.

Konzerte im Oktober/November: 20.10. Radeburg, 23.10. Düsseldorf, 24.10. Paderborn, 25.10. Weilburg, 26.10. Hohenstein Meidelstetten, 27.10. Köln, 30.10. Parchim, 31.10. Hamburg, 01.11. Blankenburg, 02.11. Lauda Königshofen, 03.11. Offenbach, 05.11. Unna, 07.11. Berlin, 08.11. Frelsdorf, 09.11. Bielefeld