Aufbruch

"Eine neue Zeit": Oonagh hat Afrika für sich entdeckt

Oonagh hat eine neue Richtung eingeschlagen.

Oonagh hat eine neue Richtung eingeschlagen.

Foto: dpa

Viel hat sich in letzter Zeit bei Oonagh getan. Die Sängerin ist Mutter geworden - und für ihre neuen Songs hat sie neue Quellen erschlossen.

Berlin. Oonagh ist auf Reisen gegangen: Die Elbin hat den keltischen Zauberwald verlassen und sich für ihr Album "Eine neue Zeit" (Airforce1/Universal) von Afrika inspirieren lassen. Dort hat sie eine neue Musik und andere Sprachen (Suaheli, Zulu) gefunden, die ihren Songs einen ganz neuen Klang geben.

"Ich liebe diese gigantische Vielfalt der Kulturen", sagte die Sängerin laut Mitteilung ihrer Plattenfirma, "und diese besonderen Beats und Harmonien. Wenn man Musik aus Afrika hört, will man sofort tanzen."

Und sang sie noch auf dem Song "Willst du noch träumen" mit Rolf Zuckowskis Kinderchor Elbkinder, so unterstützt sie auf dem Album-Opener "Kuliko Jana - Eine neue Zeit" der kenianische Kinderchor von dem Verein One Fine Day, der vor rund zehn Jahren von Marie Steinmann-Tykwer und dem Filmemacher Tom Tykwer gegründet wurde, um Kinder und Jugendliche in ihrer künstlerischen Tätigkeit zu fördern.

Es ist eine smart-rhythmische Hymne auf das Leben - und pure Lebensfreude strahlt auch das Video zu "Kuliko Jana - Eine neue Zeit" aus, das atemberaubende Bilder der Naturwelt Afrikas mit Fußball spielenden Kids, Tanzeinlagen und Impressionen der Millionenstadt Nairobi verwebt.

Kenia war aber nur eine Station auf Oonaghs Afrikareise, die zur Neuausrichtung der Sängerin führte, und die ihren zuweilen mystisch angehauchten Ethno-Schlager-Pop durch den Sound der Trommeln extrem tanzbar gemacht. Ein Song wie "Allie" lebt ganz von diesem neuen Gefühl.

In Kenia traf Oonagh noch mit der Afro-Pop-Band Sauti Sol zusammen, in Johannesburg ging sie schließlich ins Studio. Aus Südafrika stammt auch das Superstar-Duo Mafikizolo. "Wala Ku Hukumu" heißt ihr geimeinsamer Song: "Begegnen wir uns neu" - der Song mit dem sicherlich entspanntesten Groove des ganzen Albums. Ganz weit weg von ihren Anfängen.

"Ich spüre tief in mir, wie mich ein Strom nach vorne treibt/Und folge meinem Fluss des Lebens im Klang der Ewigkeit", singt Oonagh etwas pathetisch in "Sambesi - Fluss des Lebens". Keine Frage: Bei der jungen Mutter ist vieles in Bewegung geraten. Die sicheren Elben-Pfade hat sie jedenfalls mit "Eine neue Zeit" verlassen. Und das braucht Mut.

Tourdaten: 10.02.2020 Essen, Lichtburg - 11.02.2020 Dresden, Kulturpalast - 12.02.2020 Berlin, Admiralspalast - 13.02.2020 Erfurt, Alte Oper