Musik

Hypnotische Mali-Musik von Bassekou Kouyaté

Foto:  John Bosch

Berlin. Aus afrikanischer Popmusik, rauem Folk-Blues und Gitarrenrock sind in letzter Zeit so einige tolle Alben entstanden. Nach Bands wie Tinariwen oder Tamikrest zeigt nun Bassekou Kouyaté der Welt, wie dieser Stilmix funktioniert.

Unter der Produktions-Regie von Chris Eckman (The Walkabouts), der mit seinem Trio Dirtmusic selbst tief im afrikanischen Wüsten-Sound wurzelt, entstand "Ba Power" (Glitterbeat/Indigo). Es stellt Kouyatés Spiel auf der Ngoni, einem lautenähnlichen westafrikanischen Instrument, und die Vocals seiner Ehefrau Amy Sacko ins Zentrum einer hypnotischen Band-Performance.

Die seit langem aufeinander eingespielte Formation Ngoni Ba wurde bei den Aufnahmen in Malis Metropole Bamako ergänzt durch prominente Gäste wie Schlagzeuger Dave Smith (aus Robert Plants aktueller Band), Jazz-Trompeter Jon Hassell und Indierock-Gitarrist Chris Brokaw. In jedem der neun Tracks von "Ba Power" (der Titel ist keine Übertreibung) hört man die Spielfreude und Entdeckerlust aller an diesem Fusion-Projekt beteiligten Musiker.

Er habe sich vorgenommen, mit dem neuen Album "die afrikanische Musik und Kultur dem größtmöglichen Publikum näherzubringen", sagt Bassekou Kouyaté zu Recht selbstbewusst. Denn verdient hätte er es mit dieser faszinierenden Platte auf jeden Fall, ähnliche globale Erfolge einzufahren wie die derzeit noch deutlich berühmteren Tuareg-Rocker Tinariwen.

Tourdaten: 06.05. Mülheim - Theater an der Ruhr, 07.05. Köln - Kantine, 21.05. Karlsruhe - Tollhaus, 24.05. Schöppingen - Grolsch Blues Fesitval, 25.05. Moers - Moers Festival, 05.06. Frankfurt - Das Bett, 06.06. Kaiserslautern - Weltmusikfestival Kammgarn, 09.06. Potsdam - Waschhaus Potsdam, 12.06. Reutlingen - Franz K