Installation

Riesenskulptur von Jeff Koons nun nahe der Champs-Elysées

Koons schenkte Frankreich das Design der Skulptur "Bouquet of Tulips", um den Opfern der Attentate in Frankreich von 2015 und 2016 zu gedenken.

Koons schenkte Frankreich das Design der Skulptur "Bouquet of Tulips", um den Opfern der Attentate in Frankreich von 2015 und 2016 zu gedenken.

Foto: dpa

Lange wurde darüber gestritten, wo Jeff Koons Riesenskulptur "Bouquet of Tulips" in Paris stehen soll. Nun bekommt sie ihren Platz. Auf die Einweihung müssen Kunstliebhaber jedoch noch ein wenig warten.

Paris. Nach einem über zweijährigen Streit bekommt eine Riesenskulptur von Jeff Koons nun ihren Platz unweit der Champs-Élysées.

Während der Installation der mehr als 10 Meter hohen und über 30 Tonnen schweren Skulptur, die eine Hand mit einem Tulpenstrauß darstellt, bleibt das Werk jedoch mit Kunststoffplanen verdeckt. Es soll Anfang Oktober offiziell eingeweiht werden. Die ersten Teile wurden vor wenigen Tagen aus Deutschland angeliefert, wo sie in der Nähe von Frankfurt hergestellt wurden.

Der 64-jährige US-Amerikaner hatte den Entwurf der Stadt Paris Ende 2016 geschenkt im Gedenken an die Opfer der mehrfachen Attentate in Frankreich zwischen 2015 und 2016. Doch zahlreiche Kulturschaffende liefen gegen die Errichtung der monumentalen Plastik aus Stahl und Bronze Sturm, die Koons als Geste der Freundschaft zwischen dem amerikanischen und französischen Volk wollte.

Sie bemängelten den prominenten Standort auf dem Vorplatz zwischen zwei Museen für moderne und zeitgenössische Kunst im schicken 16. Arrondissement, vor allem aber sahen sie in dem Geschenk einen kommerziellen Coup des amerikanischen Stars. Denn die auf über drei Millionen Euro geschätzten Herstellungskosten trägt nicht der Künstler, sondern französische und amerikanische Sammler und Mäzene.

Um den Streit zu schlichten, wurden Koons mehrere Standorte vorgeschlagen, die dem Künstler alle nicht zentral genug waren. Mit dem Platz in dem kleinen Park des Petit Palais, des Kunstmuseums der Stadt Paris, scheint der Streit nun belegt zu sein.