500. Todestag

Uffizien-Direktor warnt vor Leonardo-da-Vinci-Kommerz

Eike Schmidt, Museumsdirektor der Uffizien in Florenz.

Eike Schmidt, Museumsdirektor der Uffizien in Florenz.

Foto: dpa

Schon jetzt wird das Werk des italienischen Künstlers aus der Toskana kommerziell ausgeschlachtet. Es steht zu befürchten, dass das 2019 noch mehr wird.

Rom. Der Museumsdirektor der Uffizien in Florenz hat vor einer Kommerzialisierung von Leonardo da Vinci zu dessen 500. Todestag im kommenden Jahr gewarnt.

"Ganz bestimmt wird Leonardo für kommerzielle Zwecke ausgeschlachtet werden, und er wird es auch jetzt schon", sagte der deutsche Kunsthistoriker Eike Schmidt, der die Gemäldegalerie in Florenz führt, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur am Rande einer Pressekonferenz in Rom. Es sei wichtig, "dass man sich als Besucher Ausstellungen anschaut, die auch wirklich was bringen".

Der italienische Künstler wurde in Vinci in der Toskana geboren. Er starb am 2. Mai 1519 in Frankreich. In den Uffizien läuft noch bis zum 20. Januar eine Ausstellung über seinen "Codex Leicester". Im kommenden Jahr soll es zudem eine große Leonardo-Ausstellung im Louvre in Paris geben. Dort hängt auch Leonardos berühmtestes Gemälde: die Mona Lisa.