Die Sehnsucht des Lichts

Cottbuser Schau zeigt Impressionisten

Das Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus steht in erster Linie für Künstler aus der DDR-Zeit. Jetzt gibt es Impressionisten zu sehen. Das Museum will eine Verbindung schlagen.

Cottbus. Lichteinflüsse und Natur: Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst präsentiert eine kleine Impressionisten-Schau in Cottbus. Mit dabei ist ein selten gezeigtes Trauerweide-Ölgemälde von Claude Monet aus einer privaten Sammlung, wie das Museum am Freitag mitteilte. Der französische Künstler (1840 - 1926) ist einer der wichtigsten Vertreter des Impressionismus.

Mehr als 30 Werke auf zwei Etagen zeigen verschiedene und für die Kunstepoche typische Maltechniken von kurzen Pinselstrichen bis Tupftechnik. In der Schau "Die Sehnsucht des Lichts. Malerei des Spätimpressionismus" sind auch Werke von Theo von Brockhusen, Karl Hagemeister, Friedrich Kallmorgen und Kasimir Malewitsch zu sehen. Gemälde des französischen Spätimpressionismus stehen neben entsprechender Malerei aus Deutschland und Russland. Ab Samstag ist sie für Besucher (1.12.) geöffnet und dauert bis zum 10. Februar 2019.

Eigentlich steht das frühere Museum Dieselkraftwerk, das 2017 mit dem Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) fusionierte und so zugleich das neue Landesmuseum gegründet wurde, für Kunst aus DDR-Zeiten. Er ist der Schwerpunkt in beiden Sammlungen, aber es gibt eben mehr. Eines der Gemälde von Karl Hagemeister in der Impressionisten-Schau ist Teil der Sammlung in Cottbus. Die anderen Werke stammen aus Privatsammlungen in Deutschland oder sind Leihgaben aus dem Albertinum in Dresden, wie es vom Museum hieß.

Der Impressionismus habe Künstler in der DDR beeinflusst, wie Museumsdirektorin Ulrike Kremeier erläuterte. Sich eine "Entrücktheit wünschen von der Realität" sei etwa eine Verbindung, die sich erkennen lasse.

Es gibt auch regionale Bezüge zu Brandenburg. Nach Museumsangaben zeigen Werke von von Brockhusen die Region, der Künstler Hagemeister wurde zudem in Werder/Havel geboren.