St. Pauli Theater

Janosch und Tigerente suchen einen Schatz – und rappen

| Lesedauer: 2 Minuten
Annette Stiekele
Der Tiger (Melissa Holley) sucht bei „Janosch“ im St. Pauli Theater einen Schatz.

Der Tiger (Melissa Holley) sucht bei „Janosch“ im St. Pauli Theater einen Schatz.

Foto: Oliver Fantitsch

Alice Hanimyan und und Melissa Holley glänzen mit Spielfreude als Freundesduo – ein zauberhaft erzähltes Familienstück.

Hamburg. Das Leben ist ja viel schöner, wenn man gute Freunde hat. Davon erzählt auf ganz zauberhafte und fantasievolle Weise „Janosch. Komm, wir finden einen Schatz“, das diesjährige Familienstück im St. Pauli Theater in der Regie von Felix Bachmann. Die von Nina von Essen gestaltete Bühne zieren ein großer Baum und eine typische, gemalte Janosch-Landschaft. Davor einige alte Möbel – und natürlich die Tigerente.

Der kleine Bär geht angeln, während der häusliche Tiger schon am Herd wartet. Und auch wenn der kleine Bär diesmal nichts fängt, sind beide doch zufrieden. Bis sie auf die Idee kommen, einen Schatz zu suchen.

Alice Hanimyan als Bär und und Melissa Holley als Tiger begeistern als lustig von Martina Müller in Ganzkörperan­züge mit Ohrenperücken gewandetes Freundesduo. Beide glänzen mit Spielfreude und einigen erfrischend gerappten Songs.

„Janosch“ im St. Pauli Theater mit Spannung und Komik

Peter Neutzling bringt in unzähligen Nebenrollen Spannung und Komik in die Geschichte. Mal geleitet er als Erzähler den blinden, glücklichen Maulwurf, gespielt von Thorben Korn, zu seinem Tasteninstrument. Mal schläft er als Tante Gans, den die beiden Freunde mit einem Gartenschlauchtelefon in Panama anrufen, in einem Kleiderschrank. Mal stolziert er als eitles Huhn mit Federnhut auf farbigen Strümpfen umher.

Die Sehnsucht nach Gold und Geld ist groß. Die Reise lang und beschwerlich. So treffen Bär und Tiger einen sehr lauten Löwen und den Reiseesel Mallorca, der Lust auf die Ferne weckt. Und als sie schließlich einen Wunderbaum mit Goldäpfeln finden, steht auf einmal der königliche Geldeintreiber vor der Tür.

Und was er nicht nimmt, begehrt der gewiefte Räuber Hablitzel. Beim Geld hört die Freundschaft ja häufig auf. Und der neue Reichtum droht auch die Freunde zu trennen. Doch dafür sind der kleine Bär und der Tiger – mit Hilfe des jungen Publikums – dann zum Glück viel zu klug, als dass sie das geschehen lassen würden. Denn es ist ja so: „Glück ist, wenn du Freunde hast.“

„Janosch. Komm wir finden einen Schatz“ bis 22.12., St. Pauli Theater, Spielbudenplatz 29-30, ab 4 J., 2G, Karten unter T. 47 11 06 66; www.st.pauli-theater.de

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