Mathilde Bar Ottensen

Simone Buchholz: Als Polizistin durchgefallen

Simone Buchholz ist eine äußerst erfolgreiche Krimiautorin: Aber wäre sie auch eine gute Kommissarin? (Archivbild)

Simone Buchholz ist eine äußerst erfolgreiche Krimiautorin: Aber wäre sie auch eine gute Kommissarin? (Archivbild)

Foto: Christian Charisius / dpa

Im "Einstellungsgespräch" bewarb sich die Krimiautorin als Kommissarin – und verriet, woher ihre Charaktere die Namen bekommen.

Hamburg. Wäre aus der preisgekrönten Krimiautorin Simone Buchholz auch eine gute Polizistin geworden? Beim humoristischen Kultur-Talk „Einstellungsgespräch“ wurde die Hamburgerin jetzt auf Herz, Hirn – und Leber – geprüft, ob sie das Zeug hätte zur Kriminalhauptkommissarin. Bereits zum zehnten Mal luden die Moderatoren Armin Sengbusch und Sonja Baum zu ihrer höchst amüsanten, überaus aufschlussreichen und wunderbar anarchischen Show.

In einem Mix aus Kneipenplauderei, Lesung, Trinkspielen und nicht ganz ernst gemeinten Eignungstests erkunden die beiden regelmäßig die Frage: „Was wäre, wenn Menschen, die ihr Geld als Autor, Musiker, Maler, Zauberer oder Comedian verdienen, sich für einen echten Job bewerben müssten?“ Statt eines spröden Büroraums wählten Baum und Sengbusch für ihr „Einstellungsgespräch“ die Mathilde Bar in Ottensen.

Bekommen die Bösewichte wirklich Spielernamen vom HSV?

Das Hinterzimmer bietet Platz für 50 Gäste. Mehr Privatparty als Hochkultur. Der Star des Abends sitzt – flankiert vom Moderatorenduo – vor hanseatischer Backsteinfototapete. „Benennt Simone Buchholz die Guten in ihren Romanen nach St.-Pauli-Spielern und die Bösen nach HSV-Spielern?“ lautet eine Frage in der Rubrik „wahr oder falsch“. Das Publikum stimmt mit Karten ab. Und, ja: Fußballfan Buchholz, die sich übrigens als ungemein klug, witzig und handfest erweist, erlaubt sich den kleinen feinen Spaß mit den Kicker-Namen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere turbulente Feuerproben folgen, etwa Scharade mit Werken der Weltliteratur. Das Tolle: Trotz sehr viel Gelächters gibt es immer wieder wahrhaftige Momente. Etwa bei dem Spiel „40 Fragen in 4 Minuten“. Nach ihrer größten Schwäche gefragt, muss Buchholz überlegen und sagt dann: „Ich halte mich für stärker als ich bin.“ Kurz sacken lassen. Und weiter geht’s.

Am Ende bekommt sie den Job nicht. Das Publikum möchte schlichtweg, dass sie Autorin bleibt. Gut so. Denn dieser Abend macht definitiv Lust auf noch mehr Literatur.

Die nächsten „Einstellungsgespräche“: 20.3., 17.4., Mathilde Bar Ottensen

Aufzeichnungen auf Tide TV: www.tidenet.de/tv/sendungen/einstellungsgespraech