Gala in München

Bayerischer Filmpreis: Glanz, Glamour und viele Gewinner

Anne Ratte-Polle wurde als beste Schauspielerin ("Es gilt das gesprochene Wort") ausgezeichnet.

Anne Ratte-Polle wurde als beste Schauspielerin ("Es gilt das gesprochene Wort") ausgezeichnet.

Foto: dpa

Promi-Auflauf in München: Zum 41. Mal ist der Bayerische Filmpreis verliehen worden.

München. Beim Bayerischen Filmpreis gibt es in diesem Jahr besonders viele Gewinner. Nicht, weil es mehr Kategorien als zuvor gibt, sondern weil die Jury die Preise in gleich zwei Kategorien diesmal aufgeteilt hat.

Das Erfolgsduo Bora Dagtekin und Lena Schömann, das bereits in den Filmen "Türkisch für Anfänger" oder die "Fack ju Göhte"-Reihe zusammengearbeitet hat, konnte sich über eine Hälfte des Produzentenpreises (100.000 Euro) für den Film "Das perfekte Geheimnis" freuen. Die zweiten 100.000 Euro in der am höchsten dotierten Kategorie gingen an Peter Hartwig und die Brüder Jonas und Jakob D. Weydemann für ihren viel gelobten Film "Systemsprenger".

Auch der Preis für den besten Darsteller wurde in diesem Jahr aufgeteilt und ging an die Film-Kollegen Bjarne Mädel und Lars Eidinger für ihre Rollen in "25 km/h". Als beste Darstellerin wurde Anne Ratte-Polle für ihre Rolle in "Es gilt das gesprochene Wort" ausgezeichnet.

Ein Küsschen gab es vom echten Udo für den Udo aus dem Film: Einen Tag nach dem Kinostart von "Lindenberg! Mach dein Ding" hat der Schauspieler Jan Bülow schon einen Preis für seine Rolle als Udo Lindenberg bekommen. Der 23-Jährige wurde als bester Nachwuchsdarsteller geehrt.

Der 73 Jahre alte Lindenberg selbst überreichte die Auszeichnung am Abend - und gab dem Film-Udo auf der Bühne ein Küsschen. Vor Beginn der Preisverleihung hatten die beiden in inniger Umarmung posiert - der echte Udo wie gewohnt in schwarzer Kluft, mit Hut und Zigarre. Sein Alter Ego trug einen rosa Anzug mit rotem Pulli.

"Es wurde ganz Deutschland abgecastet und irgendwann kam uns der Vogel da zugeflogen", berichtete Lindenberg. Und: "Wir sind uns sehr ähnlich. Es ist wie die Wiederbegegnung zweier Jahrhunderte alter Seelen. Eine Art Inkarnation."

Der Bayerische Filmpreis wurde zum 41. Mal verliehen. Weitere Preise gingen an "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" (Bester Kinder- und Jugendfilm), "Zoros Solo" (Bestes Drehbuch), "Deutschstunde" (Beste Bildgestaltung)und "Nur eine Frau" (Beste Regie). Zusätzlich wurde der Schauspieler Heiner Lauterbach (66) mit dem Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten geehrt.