Mutter-Sohn-Drama

"Lara": Manipulative Liebe und Sehnsucht

Das Verhältnis von Lara (Corinna Harfouch) zu ihrem Sohn ist schwer gestört.

Das Verhältnis von Lara (Corinna Harfouch) zu ihrem Sohn ist schwer gestört.

Foto: dpa

Eine Mutter verkennt die Wirklichkeit: Die Beziehung zu ihrem Sohn ist zerbrochen, wahrhaben aber will sie das nicht.

Berlin. Liebe kann wunderschön sein - und gefährlich. So wie im Mutter-Sohn-Drama "Lara". Nach seinem gefeierten Debüt "Oh Boy" legt Jan-Ole Gerster nun seinen zweiten Kinofilm vor. Corinna Harfouch spielt darin eine Mutter, die um die Liebe und Aufmerksamkeit ihres Sohnes ringt.

Der ist Konzertpianist und hat eine verheißungsvolle Karriere vor sich. Nur bei seiner Mutter meldet sich Viktor (Tom Schilling) nicht. An ihrem 60. Geburtstag kauft Lara alle Restkarten für sein großes Konzert und verschenkt diese an Leute, die sie an diesem Tag trifft. Sie träumt von einem rührseligen Aufeinandertreffen mit Viktor an diesem Abend. Stattdessen bahnt sich eine Katastrophe an.

Die Kompositionen stammen von Arash Safaian, die Klaviermusik spielt die Pianistin Alice Sara Ott.

Lara, Deutschland 2019, 98 Min., FSK ab 0, von Jan-Ole Gerster, mit Corinna Harfouch, Tom Schilling, André Jung