Nicht zu bändigen, dieser Hengst!

Der Zeichentrickfilm Spirit aus dem Hause Dreamworks kommt fast ohne Computeranimation aus

Die gute Nachricht gleich vorweg: Den Tieren in diesem Zeichentrick- Western ist das Sprechen verboten. Pferde im Klönschnack − das war den Filmemachern dann doch zu doof. Dem Titelhelden, einem eigensinnigen Hengst, sind allenfalls gelegentliche Off-Kommentare gestattet, die im Original von Matt Damon gesprochen werden. Zu Beginn des Films galoppiert Spirit mit seiner Herde noch arglos über die Weiten der Prärie. Doch dann wird er von einem Colonel der Kavallerie, der ihn zu zähmen hofft, eingefangen. Aber Spirits Willen lässt sich nicht brechen. Und dann gelingt ihm mit Hilfe eines Indianers die Flucht. Nach "Shrek "ist dies der zweite Trickfilm innerhalb von zwölf Monaten, den Steven Spielbergs Firma Dreamworks vorlegt. Doch im Gegensatz zum Vorgänger kommt "Spirit" fast ohne Computeranimation aus. Das gibt den Bildern einen weichen und fließenden Charakter. Die Geschichte ist für jüngere Zuschauer sehr anrührend und spannend, die moralische Forderungnach Toleranz und Einklang mit der Natur kommt allerdings ein wenig platt daher. Und auch ein bisschen mehr Humor hätte man sich gewünscht. Größter Wermutstropfen: Möchtegern-Rocker Bryan Adams hat mehr als ein halbes Dutzend Songs beigesteuert. Das kann auch für kleine Kinogänger eine Zumutung sein. Spirit USA 2001, USA 2001, 83 Min. , ohne Altersbeschränkung, R: Michael Slovis, täglich im Cinemaxx, Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, Grindel, Hansa-Studio, Kinopolis, UCI Othmarschen- Park, UCI Smart- City, UFA-Palast