Snap your fingers, snap your neck!

Metal aus New York: Prong in der Markthalle

"You want the good life, you break your back. You snap your fingers, you snap your neck." Seit 1994 gehört Prongs stampfender, gefährlich groovender Klassiker "Snap Your Fingers, Snap Your Neck" nach wie vor auf die Playliste jeder kompetenten Metal- und Crossover- Party, obwohl wohl die wenigsten noch sagen können, wer hinter diesem Mördertrack steht. Dabei war das Mitte der 80er in New York gegründete Trio, dessen einzige Konstante Sänger und Gitarrist Tommy Victor ist, eine der hoffnungsvollsten nächsten großen Dinger, verehrt von den Fans und höchst respektiert von seinen großen Genrekollegen, zum Beispiel Metallica. "Beg To Differ" (1990), "Prove You Wrong" (1991) und vor allem "Cleansing" (1994) klangen damals mit ihrer Mischung aus Hardcore, Crossover, Industrial und Thrash moderner als die Konkurrenz, ohne dass es jemanden störte. Eine Konsensband ohne Konsenssound. Der endgültige Durchbruch schien nur eine Frage der Zeit. Doch kommen sollte er nie. Der Name des hochgelobten "Cleansing"- Nachfolgers war 1996 Programm: "Rude Awakening" ließ Prong böse erwachen, nachdem sie bedingt durch mäßige Verkäufe von Epic Records gestrichen wurden. Fast sieben Jahre legte Victor Prong enttäuscht aufs Eis, und obwohl er sich 2003 mit "Scorpio Rising" und letztes Jahr mit "Power Of The Damager" zurückmeldete, hat Prong den kühlen Glanz der "Was wäre wenn?"-Tage verloren. Schade. tl

>> Prong, October File Di 22.1., 20.00, Markthalle (U Steinstraße), Klosterwall 921, Karten zu 17,60 im Vvk.;

( tl )