Nürnberg

Rainald Grebe mit Deutschem Kabarett-Preis geehrt

Der Kabarettist, Musiker, Schauspieler und Autor spiegele „unbestechlich-ironisch“ die Widersprüche seiner Generation wider, so die Jury.

Nürnberg. Rainald Grebe hat am Sonnabend den Deutschen Kabarett-Preis 2012 erhalten. „Er ist ein genau beobachtender Chronist der Themen unserer Zeit“, begründete die Jury ihre Wahl. Punktgenau wie kaum ein anderer spiegele er „unbestechlich-ironisch“ die Widersprüche seiner Generation wider – vom Klimawandel bis zur Stadtteil-Gentrifizierung. Die Auftritte des 41-jährigen Kabarettisten, Musikers, Schauspielers und Autors seien unberechenbar, wild und zugleich sorgsam konzipiert. Der mit 6000 Euro dotierte Preis wurde von der Stadt Nürnberg gestiftet und wird vom Nürnberger Burgtheater vergeben.

Der mit 4000 Euro dotierte Programmpreis ging bei der Verleihung am Abend an Christine Prayon für ihr Programm „Die Diplom-Animatöse“. Humor und Komik seien die Stärken der ausgebildeten Schauspielerin, die gerne in die unterschiedlichsten Figuren schlüpfe. „Ihre klugen Ideen bringt sie schauspielerisch so brillant auf die Bühne, dass der Zuschauer im schnellen Rollenwechsel kaum weiß, wie ihm geschieht“, schreibt die Jury.

Den mit 2000 Euro verbundenen Sonderpreis erhielt Sebastian Krämer, der seinen subtil-boshaften Humor in schöne Melodien verpacke. „Seine geschliffen-eleganten Texte und raffinierten Kompositionen gipfeln nicht selten in rabenschwarze Pointen“, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Jury attestierte Krämer „höchste Virtuosität von Sprache und Musik, kombiniert mit bizarren Texteinfällen“.

( (dpa) )

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