Ein Bühnenwerk zum politischen Gedenken

Theaterstück über früheren Häftling der Stasi

Der Aufführung in der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen liegt das Leben von Mario Röllig zugrunde, der heute Besucher durch die Gedenkstätte führt

Berlin. Das Leben eines früheren Häftlings der DDR- Staatssicherheit kommt jetzt als Theaterstück auf die Bühne. Von diesem Montag an wird „Akte R – ein deutsch-deutscher Krimi“ in der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen gezeigt, teilte die Gedenkstätte mit. In dem Stück wird erzählt, wie ein junger Mann aus der DDR nach einem gescheiterten Fluchtversuch im damaligen zentralen Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Hohenschönhausen für drei Monate inhaftiert war. Der Aufführung liegt das Leben von Mario Röllig zugrunde, der heute Besucher durch die Gedenkstätte führt und auch aus seinem früheren Alltag als Häftling berichtet.

Rölling hatte nach dem Fall der Mauer zufällig seinen früheren Stasi-Vernehmer getroffen. Dies habe zu einem psychischen Zusammenbruch geführt, hieß es. Die Produktion des Berliner Theaters Strahl in Kooperation mit dem Kulturring Berlin wendet sich besonders an Jugendliche. Regie führt Mirko Böttcher. Nach den Vorstellungen in der Gedenkstätte vom 29. Juni bis zum 3. Juli steht Mario Röllig für Gespräche bereit.

Schüler zahlen 5,50 Euro für die Theaterkarte. Das normale Ticket kostet 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Karten können unter der Telefonnummer 030/695 99 222 bestellt werden.