London. Mit ihrem Roman „Besessen“ gewann Antonia Susan Byatt den renommierten Booker-Preis - und etablierte sich in der britischen Literatur. Nun ist sie im Alter von 87 Jahren gestorben.

Die britische Schriftstellerin A. S. Byatt ist tot. Die Autorin des Romans „Besessen“ sei am Donnerstag im Alter von 87 Jahren gestorben, meldete die Nachrichtenagentur PA am Freitag unter Berufung auf ihren Verlag. Byatt hatte 1990 für ihren Roman „Besessen“ (Originatltitel: „Possession“) den Booker-Preis gewonnen, die wichtigste Auszeichnung für Literatur in Großbritannien.

„Antonias Bücher sind die schönsten Schmuckkästchen an Geschichten und Ideen“, teilte ihre Verlegerin von Chatto & Windus von der Verlagsgruppe Penguin Random House mit.

In „Besessen“ entdecken zwei junge Literaturwissenschaftler eine versteckte Liebesgeschichte zwischen ihren beiden Forschungsobjekten, zwei viktorianischen Dichtern. Die Geschichte wurde später mit Schauspieler Gwyneth Paltrow verfilmt.

Geboren wurde die Schriftstellerin im Jahr 1936 als Antonia Susan Drabble im englischen Sheffield. Byatt arbeitete zunächst als Unidozentin und Literaturkritikerin, während ihre jüngere Schwester sich einen Namen als Schriftstellerin machte.

Doch nach einigen recht erfolglosen Romanen wendete sich das Blatt. Byatt – die den Namen ihres ersten Mannes als Autorin behielt – gewann den Booker-Preis für „Besessen“, wurde von der Queen geehrt. Später veröffentlichte sie unter anderem „Der Turm zu Babel“, „The Little Black Book of Stories“ und „Das Buch der Kinder“.