Tradition

Mexiko feiert "Das schöne Leben der Toten"

Die Schweizer Autorin Milena Moser setzt sich mit einem Thema auseinander, das für viele Menschen ein Tabu ist. Allerdings weniger in Mexiko.

Berlin. Der Tod ist ein unentrinnbarer Teil des Lebens, aber in den westlichen Kulturen wird dieser Zusammenhang normalerweise verdrängt. Das ist in Mexiko ganz anders.

Dort zählen die Toten weiterhin zu den Mitgliedern der Familie und haben sogar ihren eigenen Feiertag, den mit Süßigkeiten und Kostümen gefeierten "Tag der Toten". Die Schweizer Schriftstellerin Milena Moser ist auf sehr persönliche Weise mit diesem Thema konfrontiert, denn ihr Partner, der mexikanische Zeichner Victor-Mario Zaballa, ist todkrank. Er geht mit seiner Situation so entspannt um, wie es der Tradition seiner Heimat entspricht. Damit hat er Moser so beeindruckt, dass sie ein unterhaltsames und informatives Buch darüber geschrieben hat.

Unter dem Titel "Das schöne Leben der Toten" beschreibt Moser, wie sie sich neugierig und ohne Vorurteile dieser kulturellen Tradition annähert. Von Zeballa farbenfroh illustriert, erlaubt das Buch überraschende Einsichten in den ungezwungenen Umgang mit dem Tod als Teil des Lebens.

- Milena Moser: Das schöne Leben der Toten. Mit Illustrationen von Victor-Mario Zaballa. Verlag Kein und Aber, Zürich, 176 Seiten, 18,00 Euro, ISBN 978-3-0369-5818-7.