Literaturnobelpreisträger

Sinclair Lewis' legendärer "Babbitt" neu übersetzt

Der Immobilienhändler George Babbitt ist der Inbegriff eines Duckmäusers. Er passt sich stets an. Wird er dabei wohl glücklich?

Berlin. Sinclair Lewis (1885-1951) war einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Als erster Nordamerikaner überhaupt wurde er 1930 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Sein wichtigster Roman, die 1922 erschienene Gesellschaftssatire "Babbitt", hatte einen wesentlichen Anteil an seiner Reputation. Der Manesse Verlag hat den Roman nun in seiner Bibliothek neu übersetzt herausgebracht.

Die Hauptfigur, der Immobilienhändler George Babbitt, ist zum Inbegriff des angepassten Duckmäusers geworden. In seiner Heimatstadt, dem fiktiven Zenith, dreht sich alles um Fortschritt und Geschäft, und Babbitt passt sich so weit es irgend geht der Philosophie seiner Mitmenschen an, auch wenn er merkt, dass er dabei nicht glücklich wird.

"Babbitt" zeigt die amerikanische Gesellschaft zu einem wichtigen Moment ihrer Modernisierung. Die Rahmenbedingungen haben sich in vielen Details geändert, aber die dargestellten gesellschaftlichen Strukturen und psychologischen Mechanismen sind weiter aktuell.

- Sinclair Lewis: Babbitt. Übersetzt von Bernhard Robben. Manesse Verlag, München 784 Seiten, 28,00 Euro, ISBN 978-3-7175-2384-0

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