Literatur

Wenn jeder jeden belügt: "Das Netzwerk"

Berlin. Lügen, Verrat und Täuschung bestimmen gleich mehrere Handlungsstränge in Markus Kompas Roman-Erstling "Das Netzwerk". Die Chefin des Bundesnachrichtendienstes wird alarmiert, weil ein Elitesoldat desertiert ist.

Sie muss dafür sorgen, dass der Soldat keinen Schaden anrichten kann, und gleichzeitig ihren internen Konkurrenten keine Chance bieten, sie auszubooten. Parallel dazu verfolgt der Roman das Schicksal des Soldaten, der von einer Geheimorganisation angeworben wurde, um äußerst zwielichtige und gefährliche Sonderaufträge zu erfüllen.

Zur gleichen Zeit erlebt eine Hackerin, wie ihr sorgfältig aufgebautes Netzwerk von einer scheinbar allwissenden und übermächtigen Instanz lahmgelegt wird. Information ist die alles bestimmende Kraft, um die sich alles dreht in einem Roman, der seine komplexen Themen stark komprimiert und mitunter etwas zu viele Fakten im Unklaren lässt.

- Markus Kompa: Das Netzwerk. Westend Verlag, Frankfurt/Main, 284 Seiten, 14,99 Euro, ISVB 978-3-86489-121-2.