Hamburg. Ein Gespräch mit dem Tenor Jonas Kaufmann über die Akustik der Hamburger Konzertsäle, seine Stimme und seine Karriereplanung.

Sonniges Wetter, Neapel im Frühling und an fünf Runden „Walküre“ im Teatro San Carlo. Es gibt schlimmere Kalender-Einträge für einen Opernsänger. Am Telefon klingt Jonas Kaufmann trotz der Wagner-Partie beneidenswert tiefenentspannt. In wenigen Tagen wird er mit einem italienischen Opernprogramm in Hamburg auftreten. Vor gut vier Jahren sorgte er mit einem seiner Meinung nach akustisch verunglückten Konzert im Großen Saal der Elbphilharmonie für große Aufregung, dieses Thema empfand Intendant Christoph Lieben-Seutter für sein Haus imageschädlicher als den G-20-Gipfel. Kaufmann singt nun also, ein weiteres Mal, in der Laeiszhalle.