Kultur

Kampnagel: Sommerfestival beginnt mit nacktem "Tanz"

Mit der feministischen Performance "Tanz" der österreichischen Choreografin Florentine Holzinger begann das Sommerfestival auf Kampnagel am Mittwoch.

Mit der feministischen Performance "Tanz" der österreichischen Choreografin Florentine Holzinger begann das Sommerfestival auf Kampnagel am Mittwoch.

Foto: Georg Wendt / dpa

Die feministische Performance "Tanz" von Florentine Holzinger hat das Internationale Sommerfestival im Corona-Jahr eröffnet.

Hamburg. Nackte Frauen, die sich auf Motorrädern rekeln, an ihren Haaren in die Luft ziehen oder den Boden wischen: Mit der feministischen Performance „Tanz“ der österreichischen Choreographin Florentina Holzinger ist am Mittwochabend das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel in Hamburg eröffnet worden.

Das Stück, das klassische Ballettgeschichte mit Humor und Horror verknüpft, sollte dieses Jahr als eine der zehn besten Inszenierungen der Saison beim Berliner Theatertreffen gezeigt werden. Nach einer Gruppen-Quarantäne und Infektionstests wurde die Performance nun zum ersten Mal seit Ausbruch des Coronavirus auf der Bühne gezeigt.

Kampnagel: Internationales Sommerfestival trotzt Corona

Während viele der großen internationalen Festivals in Europa abgesagt wurden, will das Sommerfestival bis zum 30. August zeigen, wie Kunst unter Pandemie-Bedingungen trotzdem möglich ist, sagte Festival-Leiter András Siebold. Viele der künstlerischen Arbeiten seien von der Krisensituation beeinflusst, so auch die Uraufführung von „Ulysses 2.0“ der Hamburger Performancegruppe Ligna.

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Sommerfestival inklusive fiktivem Bundesamt für Krisenschutz

Der weitläufige Festival-Garten wird mit rund 50 Veranstaltungen auf verschiedenen Bühnen bespielt. Es gibt Konzerte von Carsten Meyer, Christiane Rösinger, Bernd Begemann und Stella Sommer, Lesungen von Paula Irmschler, Anja Rützel und Hendrik Otremba sowie Performances von den Jajajas und Oona Doherty.

Die Aktivisten vom PENG!-Collective haben sich als fiktives Bundesamt für Krisenschutz ausgegeben, um sich so Zugang zu Unternehmen zu verschaffen und deren Vorstände zu Gesprächen über ihre Strategien für die Zukunft jenseits von Wachstum und Gewinnmaximierung herauszufordern. Entsprechend der Corona-Regeln müssen die Besucher Abstände einhalten oder Masken tragen.