Hamburg. Wie geht es den großen Hamburger Orchestern, wenn praktisch nichts geht? Eine Stimmungsumfrage in Corona-Zeiten.

80 Streicher, zehn Hörner, sieben Trompeten und sieben Posaunen, und das ist nur ein Teil des Personal-Aufwands, den Schönberg 1913 für seine „Gurre-Lieder“ vorschrieb; selbst im Großen Saal der Elbphilharmonie wurde es eng, als Kent Nagano das Stück 2017 stemmte. Inzwischen wäre man womöglich schon von einer kleinen Haydn-Sinfonie zu Tränen gerührt. Aber nichts geht mehr live und wie gewohnt, nirgendwo, auch bei den vier größten Hamburger Orchestern nicht. Dennoch gibt es Unterschiede, bedingt durch die Organisationsformen.