Dix, Picasso, Richter

Rückblick auf 100 Jahre Moderne in Wuppertal

Das Gemälde „Der Brand von Rom“ von Georges Mathieu (1954) und die Skulptur „Mann mit Sack“ von Karl Röhrig (1945) in Wuppertal.

Das Gemälde „Der Brand von Rom“ von Georges Mathieu (1954) und die Skulptur „Mann mit Sack“ von Karl Röhrig (1945) in Wuppertal.

Foto: dpa

Das Von der Heydt-Museum lässt hundert Jahre in der Kunst Revue passieren. Das gelingt ohne Leihgaben. Das Haus besitzt Werke vieler berühmter Künstler: Von Chagall bis Picasso, Gerhard Richter bis Bernd und Hilla Becher.

Wuppertal. Eine Karikatur aus dem Jahr 1920, wild-abstrakte Gemälde und ein Frauenakt von Picasso aus der Nachkriegszeit: Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum gibt einen Rückblick auf die Kunst der vergangenen hundert Jahre. Die Ausstellung "1919-2019 - Hundert Jahre Moderne im Von der Heydt-Museum" ist seit Sonntag zu sehen und läuft bis zum 22. September.

Ob es sich um Gemälde von Otto Dix, Max Beckmann, Marc Chagall, Gerhard Richter oder um eine Statue von Alberto Giacometti handelt: Alles stammt aus den eigenen Beständen.

Ein leuchtend gelber Schulbus in grauer Winterlandschaft ist eine der jüngsten und zugleich größten Arbeiten: Der aus Recklinghausen stammende Maler Markus Willeke hat das Bild 2012 gemalt. In die Zeit der 1920er Jahre führt ein Selbstbildnis in fahlen Farben von Max Beckmann oder ein weiteres, in dem Otto Dix sich als Schönling zeigt.

Die Ausstellung gerät auch zu einem Rückblick in eigener Sache: Nach einem Bombeneinschlag im Zweiten Weltkrieg waren Dach und oberstes Stockwerk des Museums weggebrannt. Das Foto der Trümmerwüste füllt eine Wand. Für Kunst nach der "Stunde Null" stehen abstrakte Malerei und die Arbeiten der ZERO-Künstler, die neue Materialien benutzen. Bernd und Hilla Becher fotografierten menschenleere Industrieanlagen und sind ebenfalls vertreten.