Hamburg

Hauptstadtbüro des „Spiegel“ steht vor Veränderungen

Hamburg. Das Berliner Büro des „Spiegel“ braucht eine neue Leitung. Im Mai gab der Verlag bekannt, dass der bisherige Leiter Nikolaus Blome das Haus verlassen wird, „in gegenseitigem Einvernehmen“, wie es hieß. Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegel“ wird das Hauptstadtbüro des Hamburger Nachrichtenmagazins künftig von einer Doppelspitze geleitet: René Pfister und Michael Sauga seien die Kandidaten, auf die man sich verständigt habe. Pfister ist bereits Vize-Chef des Hauptstadtbüros, auch mit Sauga würde man auf einen internen Kandidaten setzen. Er leitet zusammen mit Armin Mahler das Wirtschaftsressort und führt den Berliner Teil der Wirtschaftsredaktion. Unter Verweis auf die erst Ende vergangene Woche abgelaufene Bewerbungsfrist wollte der Verlag die Nachfolge-Spekulationen nicht kommentieren.

Der ehemalige „Bild“-Vize Blome war 2013 vom damaligen Chefredakteur Wolfgang Büchner berufen worden, eine Entscheidung, die besonders in der Hamburger Hauptredaktion nur auf wenig Gegenliebe gestoßen war. Dass für ihn eine interne Lösung gefunden wird, würde zu den bisherigen Personalentscheidungen unter dem seit Anfang 2015 amtierenden Chefredakteur Klaus Brinkbäumer passen.

Zu den ersten großen Aufgaben für das kolportierte Berliner Führungsduo wird die Organisation des Umzuges des Hauptstadtbüros gehören: Den Mietvertrag für die Räume am Pariser Platz, der Ende des Jahres ausläuft, hat der „Spiegel“ nicht verlängert, wie der Verlag gegenüber dem Abendblatt bestätigte. Augenblicklich würden mehrere Alternativen geprüft, die es ermöglichten, das Hauptstadtbüro und das Berliner Büro von „Spiegel TV“ an einem Ort zusammenzuführen. Laut „Tagesspiegel“ gilt das Quartier „The Q“ an der Friedrichstraße als aussichtsreicher Kandidat.