Fiese Foltertortur

Angelina Jolies Drama „Unbroken“ erzählt eine wahre Geschichte

Die Sonne brennt, Hunger und Durst nagen, die Erschöpfung zersetzt die letzten Reste der Menschenwürde, der Tanker in der Ferne reagiert nicht auf Leuchtraketen und Hilferufe, das Schlauchboot hat ein Leck und dann kommen auch noch die Haie. 47 Tage auf offener See mitten im Pazifik. Und all das ist nur das Vorspiel, dem eine gute und eine schlechte Nachricht folgen: Die beiden Überlebenden des abgestürzten Soldatentrios werden aus dem Wasser gefischt, aber von feindlichen Japanern. Jetzt beginnt eine perfide Foltertortur. Doch er hält stand. Der 23-jährigen Jack O’Connell spielt diesen Louie Zamperini mit vollem Einsatz.

Rund fünfzig Jahre lang kursierte seine unglaubliche Überlebensgeschichte in Hollywood. Schauspielerin Angelina Jolie hat ihn als Nachbarn in Beverly Hills kennengelernt und war sofort fasziniert. Nach ihrem Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“, der von einem der modernen Kriege in Bosnien erzählte, dreht sie in ihrem zweiten Film das Rad der Zeit zurück, um ihre Forschungen im Zweiten Weltkrieg fortzusetzen: Warum hören die Menschen einfach nicht auf, Kriege zu führen? Besonders beeindruckt war sie vor allem von Zamperinis Fähigkeit zu Vergebung und Versöhnung. Doch davon erzählt der Film nur in einem kurzen Satz im Nachspann. Das wäre ein anderer Film geworden.

+++-- „Unbroken“ USA 2014, 137 Min., ab 12 J., R: Angelina Jolie, D: Jack O’Connell, Miyavi, täglich im Cinemaxx Dammtor/Harburg, Passage, Studio, UCI Mundsburg/Othmarschen/Wandsbek; www.unbroken-film.de