„Schöne Helene“ in der Oper

115 Jahre ist es her, dass „La Belle Hélène“ zuletzt an der Hamburgischen Staatsoper aufgeführt wurde. Dabei zählt das Bühnenwerk bis heute zu den größten Erfolgen Jacques Offenbachs. Bei der Uraufführung 1864 in Paris hatte seine Operette noch einen Skandal ausgelöst, weil die Hélène-Darstellerin in frivolem Kostüm auftrat. Unter dem Deckmantel der Parodie baute Offenbach zahlreiche erotische Anspielungen und freizügige Darstellungen ein – eine Satire auf das Spießbürgertum.

Mit einer zeitgemäßen Neuproduktion des Werks eröffnen André Barbe und Renaud Doucet am Sonnabend die hiesige Spielzeit. Das franko-kanadische Produktionsteam, das 2011 mit Rossinis „La Cenerentola“ in Hamburg Premiere hatte, hat die Handlung von Offenbachs Operette in die 1960er-Jahre verlegt. Die musikalische Leistung hat Gerrit Prießnitz, in der Titelpartie gibt US-Mezzosopranistin Jennifer Larmore ihr Hamburg-Debüt.

„La Belle Hélène“ Premiere Sa 20.9., 18.00, auch Mi 24.9., So 28.9., jew. 19.30, Staatsoper (U Gänsemarkt), Dammtorstr. 28, Karten zu 5,- bis 176,- unter T. 35 68 68; www.hamburgische-staatsoper.de